Experimentelle Untersuchungen zum mesenterialen Ischämie-/Reperfusionsschaden : Der Einfluss von Atherosklerose und Erythropoietin

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1.1 Experimentelle Untersuchungen zum mesenterialen Ischämie-/Reperfusionsschaden: Der Einfluss von Atherosklerose und Erythropoietin Diese Studie untersucht den Einfluss einer prävalenten Atherosklerose auf einen mesenterialen Ischämie-/Reperfusionsschaden (I/R-Schaden) sowie auf den assoziierten Folgeschaden in Leber und Lunge. Eine Mesenterialischämie wurde durch ein 30-minütiges Abklemmen der Arteria mesenterica cranialis (seu superior) induziert, und zwar in atherosklerotischen Apolipoprotein E-defizienten Mäusen (ApoE-/-) und in Kontrollmäusen (C57Bl/6). Mittels intravitaler Fluoreszenzmikroskopie (IVM) wurden im terminalen Ileum die Dysfunktion der mesenterialen Mikrozirkulation und die Leukozytenantwort studiert. Die histologischen Analysen beinhalteten die quantitative Beurteilung des mukosalen Schadens des terminalen Ileums und des Parenchymschadens in der Leber und der Lunge. Am Darm zeigte die IVM des terminalen Ileums eine gesteigerte, postischämische Dysfunktion der intestinalen Mikrozirkulation und es fehlte die durch eine reaktive Hyperämie induzierte Vasodilatation in den atherosklerotischen ApoE-/--Mäusen verglichen mit den Kontrollen. Zusätzlich waren die Leukozyten-Endothelzell-Interaktionen, d.h. das Rolling und die feste Leukozytenadhäsion, in den atherosklerotischen ApoE-/--Tieren signifikant erhöht. Dies ging einher mit einem deutlich gesteigerten, mukosalen Gewebeschaden im Darm der Knockoutmäuse. Des Weiteren war bei den atherosklerotischen ApoE-/-- Tieren der durch die mesenteriale Ischämie und Reperfusion provozierte, assoziierte Folgeschaden im Leberparenchym signifikant erhöht und im Lungengewebe zeigte sich eine gesteigerte Infiltration mit neutrophilen Granulozyten. Eine prävalente generalisierte Atherosklerose steigert also im Zuge einer mesenterialen Ischämie und Reperfusion nicht nur die Dysfunktion der intestinalen Mikrozirkulation, sondern verschlimmert auch den mukosalen Gewebeschaden im Darm und den assoziierten Folgeschaden in der Leber und der Lunge. In einer zweiten Versuchsreihe sollte ein potenziell protektiver Effekt des Hormons Erythropoietin (Epo) beim mesenterialen I/R-Schaden untersucht werden.Die IVM zeigte keine relevanten Effekte einer Epo-Behandlung auf die postischämische intestinale Mikrozirkulation. Die postischämische Leukozytenreaktion wurde sowohl von der hohen als auch von der niedrigen Epo-Dosierung gehemmt, die Unterschiede zu den Kontrollen waren aber nicht signifikant. Ebenso fand sich kein Effekt einer Epo Behandlung auf den histologisch zu detektierenden Mukosaschaden. Obwohl sich Akutbehandlungen mit nicht-hämatopoetischen Epo-Dosierungen in verschiedenen Modellen akut und chronisch ischämischer Zustände als potent gewebeprotektiv zeigten, scheint dies beim mesenterialen I/R-Schaden keine zufrieden stellende Behandlungsoption zu sein.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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