Molekulargenetische Charakterisierung funktioneller Kandidatengene für Moderhinkeempfänglichkeit beim Schaf

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Ziel dieser Arbeit war die Identifizierung von Sequenzvarianten in funktionellen Kandiatengenen, die einen Einfluss auf die Anfälligkeit von Schafen gegenüber der Erkrankung Moderhinke haben.Als Probenmaterial standen 468 Blutproben von drei Betrieben mit Daten über den Moderhinke¬status zur Verfügung und 129 Proben eines Betriebs mit Daten zu Klauenbehandlungen. Zusätzlich wurden insgesamt 182 Proben der Rassen Braunes Bergschaf (32), Bentheimer Landschaf (32), Coburger Fuchsschaf (32), Graue Gehörnte Heidschnucke (32), Merinolandschaf (8), Rhönschaf (10) und Schwarz-köpfiges Fleischschaf (16) zur Bestimmung von Allel- und Genotypfrequenzen untersucht.Die kodierenden Abschnitte und angrenzende Bereiche der Gene Transglutaminase 1 (TGM1), Loricrin (LOR), keratinocyte growth factor (KGF) und des Gens für die gamma-2 Untereinheit des Laminin-332 (LAMC2) wurden amplifiziert und sequenziert. Identifiziert wurden zwölf Varianten im TGM1-Gen, keine im LOR-Gen, vier im KGF-Gen und 46 im LAMC2-Gen. Die Allel- und Genotypfrequenzen ausgewählter SNPs wurden im Probenmaterial und in den Proben verschiedener Rassen mit MALDI-TOF MS bestimmt. Mit & #61539;²- Test sowie Varianzanalyse wurden sie auf ihre Signifikanz im Zusammenhang mit einer Moder¬hinke¬infektion oder Klauen¬er-krankung untersucht.Die Ergebnisse von & #61539;²-Test einerseits und Varianzanalyse andererseits deckten sich nur zum Teil. Signifikante Unterschiede in den Genotypfrequenzen zwischen moderhinkepositiven und negativen Tieren ergaben sich beim & #61539;²-Test für die SNPs TGM1_5 (Betrieb 1 mit p = 0,016 bei der Momentaufnahme bzw. p = 0,037 bei Einbeziehen der Daten aus den Vorjahren, Betrieb 2 mit p = 0,047), LOR_chip (Betrieb 2 mit p = 0,008), KGF_1 (Betrieb 1 mit p = 0,013), LAMC2_1 (Betrieb 1 mit p = 0,055), LAMC2_14 (Betrieb 3 mit p = 0,004), LAMC2_15 (Betrieb 2 mit p = 0,035, Betrieb 3 mit p = 0,012), LAMC2_48 (Betrieb 3 mit p = 0,037). Bei der Varianzanalyse für Betrieb 1 und 2 hatten TGM1_5, KGF_1 und LAMC2_15 einen signifikanten Einfluss (p = 0,05) auf den Moderhinkestatus, weder Gewicht noch Rasse auf den Betrieben hatten einen signifikanten Einfluss auf eine Moder¬hinkeerkrankung. Bei keiner der untersuchten Rassen entsprachen die Genotypfrequenzen aller SNPs im Vergleich zu den Frequenzen bei den Merinolandschafen den Erwartungen bezüglich der in der Literatur erwähnten Moderhinkeanfälligkeit. Die Annahme einer geringeren Empfänglichkeit wird für das Braune Bergschaf durch die Genotypfrequenzen von LOR_chip, KGF_1, LAMC2_14 und LAMC2_15, beim Bentheimer Landschaf durch LAMC2_1 und beim Coburger Fuchsschaf durch LAMC2_14, LAMC2_15 und LAMC2_48 unterstützt. Für die Graue Gehörnte Heidschnucke entsprechen TGM1_5, LOR_chip und LAMC2_1 den Erwartungen, für das Deutsche Schwarzköpfige Fleischschaf LOR_chip, KGF_1, LAMC2_14 und LAMC2_15. Für das Rhönschaf kann eine geringere Moderhinkeempfänglichkeit auf Basis der Genotypfrequenzen der in dieser Untersuchung signifikanten SNPs nicht bestätigt werden.

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