Hämodynamische Untersuchungen an Typ 2-diabetischen Ratten - Einfluss des ACE-Inhibitors Ramipril

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Der Diabetes mellitus hat sich in den letzten Jahren vor allem in den Industrieländern zu einer Volkskrankheit entwickelt. In Europa schwanken die Prävalenzraten zwischen 3,5 und 9,7 %, mit steigender Tendenz. In der heutigen Zeit sind es vor allem die Spätfolgen des Diabetes wie Mikro- und Makroangiopathien, die zu einem schweren Krankheitsverlauf führen. Es gab Vermutungen über einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Stoffwechselkrankheit auf der einen Seite und scheinbar isolierter kardiologischer Erkrankung auf der anderen Seite. Genau hier setzt die vorliegende Studie an. Uns interessierten die frühen Veränderungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, im Besonderen der Diabetischen Kardiomyopathie am Modell der Typ 2-diabetischen ZDF-Ratte. Es sollte der Nachweis erbracht werden, dass es bei der Stoffwechselkrankheit Diabetes schon sehr früh zu gravierenden Veränderungen in scheinbar nicht unmittelbar betroffenen Organsystemen, wie z.B. dem Herzen kommt. Mithilfe eines neu entwickelten Miniaturkatheters für die Ratte sollte bewiesen werden, dass sich schon kurze Zeit nach der Manifestation eines Diabetes eine Diastolische Dysfunktion des linken Ventrikels ausbildet. Gleichzeitig war es von Interesse, wie sich der Einfluss einer früh einsetzenden Behandlung mit einem ACE-Inhibitor (Ramipril) auf die Ausbildung einer Dysfunktion bei diabetischen Tieren auswirkt. Als Kontrollgruppe fungierten ZDF-lean Ratten, die keinen Diabetes ausbildeten. Nachdem mithilfe zahlreicher Stoffwechselparameter sichergestellt wurde, dass sich ein Diabetes eingestellt hatte, konnte anhand der am Versuchende gemessenen Herzfunktionsparameter gezeigt werden, dass sich zwar keine Systolische Dysfunktion bei den Tieren einstellte, die diabetischen Tiere jedoch sehr wohl eine deutliche Diastolische Dysfunktion ausbildeten. Messungen im Organbad (Aortenrelaxation) und weiterführende Untersuchungen am Herzgewebe vervollständigten das Bild. Bei der Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen muss aber auf jeden Fall bedacht werden, dass der Lebensstil des 'modernen' Menschen, wie z.B. Bewegungsmangel, Übergewicht und zunehmender Stress im Alltag, ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für die Ausbildung eines Typ 2-Diabetes ist, wie in zahlreichen prospektiven Studien belegt werden konnte.

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