Routinelaborparameter als Biomarker bei pulmonal arterieller Hypertonie und chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie

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Hintergrund: Die pulmonale Hypertonie (PH) ist eine schwerwiegende Erkrankung mit unterschiedlichen Ursachen, die die Lebenserwartung der Patienten stark beeinflusst. PH-Patienten können nach der Risikostratifizierung der ESC/ERS-Leitlinie anhand etablierter Parameter einer Risikogruppe zugeordnet werden, wodurch eine Aussage über das Überleben der Patienten getroffen werden kann. Die γ-Glutamyltransferase (y-GT), der Quotient aus der Aspartat-Aminotransferase (AST) und der Alanin-Aminotransferase (ALT) und die Neutrophilen-Lymphozyten-Rate (NLR) sind bekannte Biomarker mit einer prognostischen Aussagekraft bei kardiovaskulären Erkrankungen, wobei allerdings ein möglicher Nutzen dieser Biomarker bei der pulmonalen Hypertonie bisher noch nicht untersucht wurde. Methodik: Insgesamt wurden 1042 Patienten retrospektiv analysiert, bei denen durch einen Rechtsherzkatheter entweder eine pulmonal arterielle Hypertonie (PAH) oder eine chronisch-thromboembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH) diagnostiziert wurde. 731 dieser Patienten stammten dabei aus der Ableitungskohorte (Gießen) und 311 aus der Validierungskohorte (Hamburg). Bei weiteren 703 Patienten wurde zusätzlich eine Follow-up-Untersuchung durchgeführt. Die Patienten konnten mit dem neu erstellten Risiko-Score, der aus der y-GT, dem AST/ALT-Quotienten und der NLR besteht, stratifiziert werden und die Ergebnisse konnten mit dem Goldstandard der ESC/ERS-Leitlinie verglichen werden. Ergebnisse: Die Routinelaborparameter γ-GT, NLR und der AST/ALT-Quotient korrelierten bei PAH- und CTEPH-Patienten mit etablierten und für die Überlebensprognose relevanten Parametern. Darüber hinaus konnten die drei Biomarker als unabhängige Prädiktoren des Überlebens sowohl in der Baseline- als auch in der Follow-up-Untersuchung identifiziert werden. Der neue Risikoscore, der aus γ-GT, dem AST/ALT-Quotienten und der NLR besteht, hatte eine ähnliche Aussagekraft wie der Risikoscore der ESC/ERS-Leitlinie von 2015. Anhand der Hamburger Kohorte konnte diese prognostische Relevanz in einem externen Zentrum bestätigt werden. Schlussfolgerungen: γ-GT, AST/ALT und NLR zeigten eine prognostische Relevanz für das Überleben von PAH- und CTEPH-Patienten in der Baseline- und in der Follow-up-Untersuchung. Im Vergleich mit der Risikostratifizierung nach der ESC/ERS-Leitlinie von 2015 hatte der neue Risiko-Score eine ähnliche Vorhersagekraft für das Überleben von PAH- und CTEPH-Patienten.

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