Entwicklung und Validierung eines fluoreszenzmikroskopischen Schnellnachweisverfahrens für lebensfähige Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis (MAP) Zellen in Milch und Säuglingsanfangsnahrung
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Zusammenfassung
Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis (MAP) ist der kausale Erreger der Paratuberkulose der Wiederkäuer. Seit 1913 wird in der Fachliteratur eine Mitbeteiligung von MAP an der Entstehung von Morbus Crohn, einer chronischen Darmentzündung beim Menschen, kontrovers diskutiert. Neben direktem Kontakt zu mit MAP infizierten Tieren ist eine Exposition des Menschen gegenüber MAP über Lebensmittel tierischer und pflanzlicher Herkunft sowie Wasser möglich. Im Fokus stehen insbesondere Milch und Milchprodukte, bei denen MAP bei einer Vielzahl von Untersuchungen nachgewiesen werden konnte (Anonymous, 2010; Grant, 2010; Slana et al., 2008a). Derzeit gibt es keine ideale Methode zum Nachweis von MAP-Zellen in einer Probe. Um eine exakte Bestimmung der Anzahl lebensfähiger MAP-Zellen gewährleisten zu können, ist die Entwicklung neuer Nachweismethoden notwendig (Anonymous, 2010). Das Ziel dieser Doktorarbeit bestand deshalb in der Entwicklung einer einfachen, schnellen und kostengünstigen fluoreszenzmikroskopischen Methode zum Nachweis lebensfähiger MAP-Zellen in Milch und Milchprodukten. Durch die Kombination aus CTC- (5-Cyano-2,3-di-(p-tolyl)-Tetrazolium Chlorid) und Auramin Orange (AO)-Färbung kann sowohl die Gesamtzellzahl an Mykobakterien als auch differenziert der Anteil respiratorisch aktiver Zellen in einer Probe in nur acht bis neun Stunden erfasst werden. Die Nachweisgrenze für die kombinierte CTC-/AO-Färbung lag bei 7,4 x 102 KbE/ml für artifiziell kontaminiertes FPTB-Medium Plus, bei 7,8 x 102 KbE/ml für artifiziell kontaminierte H-Milch und bei 3,8 x 103 KbE/ml für artifiziell kontaminierte Rohmilch (Nachweiswahrscheinlichkeit 95 %). Die CTC-/AO-Färbung eignet sich insbesondere für den Einsatz bei wissenschaftlichen Einmischversuchen zur Ermittlung der Einmischkonzentration. Dabei kann diese neue Methode als Ersatzmethode zur langwierigen kulturellen Anzucht dienen, sofern die Ausgangskonzentration der MAP-Zellen über 103 KbE/ml liegt. Um eine Exposition von Säuglingen mit MAP über Nahrungsmittel besser abschätzen zu können, wurde ein repräsentatives Spektrum an Säuglingsanfangsnahrungsmitteln ( Pre und HA Pre ) aus dem deutschen Handel mittels kultureller Anzucht auf Herrold s Egg Yolk-Medium, FASTPlaqueTB -Assay und TaqMan®-Real-Time PCR* untersucht. Bei keinem der 16 untersuchten Produkte konnten MAP-Zellen nachgewiesen werdenVerknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
