Kontrollierte Textstrukturen : Ein (linguistisches) Informationsmodell für die technische Kommunikation

Datum

2005

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Texte der Technischen Kommunikation befinden sich im Spannungsfeld zwischen Produkt, marktwirtschaftlichen Anforderungen und sprachlicher Komplexität. Die Produkte sind modular aufbaut und werden zunehmend komplexer. Die technische Dokumentation zu diesen Produkten muss in immer mehr Sprachvarianten zu immer kürzeren Zyklen bereitgestellt werden, dabei aber gleichzeitig kostengünstig produziert werden können und revisionsfreundlich sein.

Die Probleme, die sowohl bei der Textproduktion als auch der Textrezeption entstehen, sind seit langem bekannt: Der Wortschatz ist sehr umfangreich, die grammatikalischen Konstruktionen insbesondere des Deutschen sind schwierig und die kommunikative Funktion einzelner Sätze und Abschnitte bleibt meist unreflektiert. Ansätze zur Lösung dieser Probleme existieren in der Praxis allerdings nur wenige. Sie regeln entweder, wie traditionelle Kontrollierte Sprachen, ausschließlich den Satzbau oder den Wortschatz, oder aber sie beschreiben einseitig die Struktur von Texten unter inhaltlicher oder funktionaler Perspektive. Ein Ansatz, der diese unterschiedlichen Aspekte systematisch aufeinander bezieht, existiert nicht.

Mit der vorgelegten Arbeit wird die sprachliche Kontrolle auf die Struktur von Texten erweitert und Texte hinsichtlich ihrer Pragmatik (d. h. ihrer Illokution), ihrer Semantik (d. h. ihrer begrifflichen Repräsentanten) und ihrer textgrammatischen Größen restringiert. Die Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Textkonstituenten lassen sich sowohl unter funktionaler als auch semantisch-konzeptueller Perspektive beschreiben.

Unter Berücksichtigung kognitionspsychologischer (Kapitel 2), (hyper-)texttheoretischer (Kapitel 4) und texttechnologischer Überlegungen (Kapitel 5) sowie einer Diskussion des Forschungsstands zu Kontrollierten Sprachen (Kapitel 3) wird eine Methode zur strukturellen Textkontrolle entwickelt (Kapitel 6).

Als konzeptuelles Informationsmodell wird diese Methode exemplarisch auf die Domäne Zerstörungsfreie Prüfung von zivilen Verkehrsflugzeugen übertragen. Ein umfangreiches Inventar an Informationsklassen, die jeweils hinsichtlich der proklamierten Dreidimensionalität charakterisiert werden, ermöglicht es, die abstrakte Textstruktur der betreffenden Textsorte zu beschreiben. Abgebildet wird diese explizite Repräsentation der beschriebenen Domäne in einer XML Topic Map (Kapitel 7). Die konkreten Daten werden auf Basis eines XML Schemas erfasst, wobei der Informationsgehalt, insbesondere die funktionalen und semantisch-konzeptuellen Relationen zwischen den Textkonstituenten, nicht explizierbar ist. Daher werden die konkreten Daten mithilfe geeigneter Transformationen auf das abstrakte Informationsmodell, die XML Topic Map, bezogen. Der Informationsgehalt des abstrakten Modells kann nun zur Interpretation der konkreten Daten herangezogen werden (Kapitel 8).

Beschreibung

Inhaltsverzeichnis

Anmerkungen

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Erstpublikation in

Zitierform