Koprologische Untersuchungen bei Rassehühnern : Nachweis von Endoparasiten
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Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurde ein Einblick in die Rassegeflügelzucht gegeben. In einem Fragebogen, der im Zeitraum 1999 / 2000 an 46 Züchter verteilt wurde und der sich in fünf Abschnitte gliederte, wurden von Züchtern allgemeine Fragen wie z. B. Fragen zu den befragten Personengruppen und zur Anzahl der gehaltenen Hühnerrassen sowie Fragen zu Haltungsbedingungen, zur Fütterung, zum Verhalten und zu veterinärmedizinischen Aspekten beantwortet. Zusätzlich zu diesem Fragebogen wurden im Zeitraum 1999 bis 2000 und im Zeitraum 2006 bis 2008 insgesamt 487 Sammelkotproben von 85 Hühnerrassen genommen und parasitologisch nach Anreicherung mit dem Flotationsverfahren auf Kokzidien-Oozysten und auf Wurmeier untersucht. Es bestand ein hoch signifikanter Zusammenhang zwischen dem gleichzeitigen Nachweis von Kokzidien-Oozysten und dem Nachweis von Kapillarieneiern (p < 0,001) in einer Kotprobe in der Untersuchung über beide Zeiträume (1999 / 2000 und 2006 / 2008). Alle anderen Vergleiche lagen im nichtsignifikanten Bereich (p > 0,05). Der Nachweis der Mono-Infektionen erfolgte über beide Untersuchungszeiträume (1999 /2000 und 2006 / 2008) und beide Altersgruppen (< 18 Wochen und > 18 Wochen). Hier dominierten bei allen Rassen, außer den Kleinrassen (9 % positive Proben), die Kokzidien-Oozysten.An zweiter Stelle folgten die Askariden-Eier (12 % positive Proben bei den Zwergrassen, 20 % positive Proben bei den Kleinrassen, 12 % positive Proben bei den mittelgroßen Rassen und 3 % positive Proben bei den Großrassen).Die dritthäufigste Stelle nahmen die Kapillarien-Eier ein (4 % positive Proben bei den Zwergrassen, 4 % positive Proben bei den Kleinrassen, 2 % positive Proben bei den mittelgroßen Rassen und 0 % positive Proben bei den Großrassen). Heterakiden-Eier waren nur geringgradig bei den Zwergrassen (3 % positive Proben) anzutreffen. Trichostrongyliden- bzw. Zestoden-Eier kamen als Mono-Infektionen überhaupt nicht vor (0 % positive Proben). Es lässt sich aus den oben genannten Ergebnissen herausfiltern, dass bei den Parasiten-Nachweisen der Mono-Infektionen und den Summen aus beiden Untersuchungszeiträumen und beiden Altersgruppen Kokzidien-Oozysten, Askariden-Eier und Kapillarien-Eier die am häufigsten nachgewiesenen Parasiten waren. Bei den Zwei- und Mehrfachinfektionen in beiden Untersuchungszeiträumen und beiden Altersgruppen war die häufigste Kombination bei den Zwergrassen (8 % positive Proben) und bei den Kleinrassen (9 % positive Proben) das gemeinsame Vorkommen von Kokzidien und Kapillarien.Die Großrassen wießen 13 % positive Proben und die mittelgroße Rassen 1 % positive Proben der genannten Kombination auf.Als Fazit dieser Untersuchungen war festzustellen, dass die beprobten Rassehühner hinsichtlich der Darmparasiten einen guten Gesundheitsstatus aufwiesen.Der Grad der Parasitenbürde insgesamt war jedoch bei den untersuchten Rassehühnern als gering einzuschätzen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : http://www.dvg.net/ DVG Service, 2010
