Auswirkung der Polymerisationsschrumpfung auf die Passgenauigkeit von Interimsversorgungen
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Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Studie war die Untersuchung der Auswirkungen der Polymerisationsschrumpfung von temporären Kronen- und Brückenmaterialien auf die Passgenauigkeit von temporären Kronen und Brücken zu verschiedenen Zeiten nach Mischbeginn. Auf einem Modell aus V2A-Stahl wurden auf 2 stilisierten Zähnen (Abmessungen entsprachen denen eines Prämolaren und Molaren) je 10 Kunststoffkronen (Schichtdicke 1,5 mm) aus 12 verschiedenen temporären Kronen- und Brückenmaterialien (2 Monomethacrylate, 10 Dimethacrylate) mit Hilfe einer Überabformung aus einem A-Silikon hergestellt. Nach der Polymerisation für 10 min bei 37 ºC wurden der vertikale Versatz, der Randspalt und die Änderung des Kronendurchmessers (Lumen) zu unterschiedlichen Zeitpunkten (10 min, 30 min, 60 min, 4 Monate) bestimmt (Leica Makroskop M420). Des Weiteren wurde der Polymerisationsschrumpf mittels Bonded Disk Methode gemessen. Die statistische Analyse erfolgte mit parametrischen Prüfverfahren sowie dem Pearson´schen Korrelationskoeffizienten (für alle Analysen p = 0,05).Der vertikale Versatz zeigte mit zunehmender Lagerzeit ansteigende Werte und war für die Monomethacrylate höher als für die Dimethacrylate. Auch die Randspaltwerte nahmen mit zunehmender Lagerzeit zu, die Werte der Monometharylate waren geringer als die der Dimethacrylate. Die Änderung des Kronendurchmessers (Lumen) nahm mit zunehmender Lagerzeit ebenfalls zu, wie beim Randspalt zeigten die Monomethacrylate die geringeren Werte.Bei allen 3 Messparametern am Modell traten die größten Veränderungen innerhalb der ersten 30 min auf. Der Messung der Änderung des Durchmessers war die geringste Streuung zu eigen. Die Schrumpfwerte 10 min nach Mischbeginn schwankten zwischen 2,67 bis 4,10%. Zwischen den Messungen am Modell und der Polymerisationsschrumpfung bestand kein signifikanter Zusammenhang. Temporäre Kronen sollten frühestens 30 min nach Herstellung einer Nachbearbeitung unterzogen werden, um nicht mit erneuten Passungenauigkeiten rechnen zu müssen. Schrumpfwerte sind nicht geeignet, um die Passgenauigkeit einer temporären Restauration vorher zu sagen. Die genaueste Aussage über die Passgenauigkeit einer temporären Restauration liefert die Messung der Änderung des Durchmessers (Lumen). Monomethacrylate scheinen bezüglich der primären Passgenauigkeit Vorteile gegenüber den Dimethacrylaten zu haben.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler 2008
