Evaluierung spezifischer Biomarker als Indikatoren für den Einfluss der interventionellen Blutdrucktherapie auf kardiovaskuläres Remodeling bei therapierefraktärer arterieller Hypertonie

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In der vorliegenden Arbeit sollte überprüft werden, ob die renale sympathische Denervation eine Blutdruckreduktion bewirkt und ob ein Einfluss auf kardiovaskuläres Remodeling nachgewiesen werden kann.Das sympathische Nervensystem trägt zur Pathophysiologie der arteriellen Hypertonie bei. Die renale sympathische Denervation stellt eine Therapieoption zur Blutdruckreduktion bei therapieresistenten Hypertonikern dar. Um einen Zusammenhang zwischen einer Blutdruckreduktion und Veränderungen des kardiovaskulären Remodelings nachzuweisen, wurden die MMP-2 und MMP-9 sowie TIMP-1 als repräsentierende Biomarker des kardiovaskulären Remodelings gewählt. Insgesamt wurden 60 Patienten einer renalen sympathischen Denervation unterzogen. Neben Blutdruckmessungen wurden auch Biomarker-Analysen im Serum der Patienten vor und sechs Monate nach renaler Denervation durchgeführt. Die systolische Blutdruckreduktion betrug sechs Monate nach renaler sympathischer Denervation 26,4 mmHg (Baseline 169,3 ± 11,3 mmHg vs. Follow-up 142,9 ± 13,8 mmHg, p < 0,001), die diastolische 5,9 mmHg (Baseline 81,4 ± 16,8 mmHg vs. Follow-up 75,3 ± 8,2 mmHg, p = 0,02). Aufgrund von Praxisblutdruckmessungen wurden 49 Patienten als Responder definiert (Blutdruckreduktion > 10 mmHg). Zudem zeigte sich sechs Monate nach Denervation ein signifikanter Anstieg der MMP-2 von 192,3 ng/ml (IQR 158,2; 233,1) auf 231,3 ng/ml (IQR 190,1; 286,9), p < 0,001 und MMP-9 von 452,2 ng/ml (IQR 309,3; 573,4) auf 574,1 ng/ml (IQR 463,3; 860,2), p = 0,02. TIMP-1-Konzentrationen zeigten keine signifikanten Unterschiede. Nach Unterteilung in Responder und Non-Responder konnten nur bei den Respondern signifikante Anstiege der MMP-2 und MMP-9 nachgewiesen werden.Diese Studie konnte eine durch renale sympathische Denervation herbeigeführte Blutdruckreduktion sowie einen Zusammenhang zwischen einer signifikanten Blutdruckreduktion und einem Anstieg der MMP-2 und MMP-9 nachweisen. Diese Ergebnisse sprechen für eine Normalisierung des kardiovaskulären Remodelings mit einer Verbesserung der abnormen proteolytischen Aktivität der Extrazellulärmatrix.

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