Deskriptive Studie zum klinischen Outcome nach Implantation einer ConforMIS iUni-Schlittenprothese bei unikompartimentaler Kniegelenksarthrose
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Zusammenfassung
Aufgrund der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung ist in Deutschland mit einer Zunahme der Arthrose bedingten Gesundheitskosten zu rechnen. Die Versorgung der unikompartimentalen Gonarthrose mittels Hemischlittenprothese zeigt wegen der deutlich verbesserten klinischen Ergebnisse in den letzten Jahren große Zuwachsraten. Unsere prospektive, einarmige Studie untersuchte das klinische Outcome von 20 Patienten nach Versorgung mit einer individualisierten iUni-Hemischlittenprothese (Conformis) bei unikompartimentaler Gonarthrose in einem Nachuntersuchungszeitraum von 12 Monaten. Es erfolgte die Erhebung des WOMAC-, Tegner-Lysholm-sowie Lysholm-Gilquist-Scores sowie die Messung des Bewegungsumfangs, des tibiofemoralen Winkels, des femoralen und tibialen Gelenklinienwinkels, der mechanischen Beinachse, des postoperativen tibialen Prothesenwinkels und des Slopes sowie die Klassifikation der postoperativen Beinachse nach Kennedy und White. Alle erhobenen Scores zeigten zur 12 Monatskontrolle im Vergleich zum präoperativen Ausgangswert signifikant bessere Scorewerte. Der durchschnittliche präoperative Bewegungsumfang konnte wiedererlangt werden. Die postoperativ erhobenen Beinachsen-und Winkelmessungen lagen in den für Hemiarthroplastiken am Kniegelenk geforderten Grenzen. Die iUni-Hemischlittenprothese zeigte damit im kurzfristigen Nachuntersuchungszeitraum von 12 Monaten gute bis sehr gute Ergebnisse in Bezug auf Schmerzreduktion, Verbesserung der Gelenkfunktion und Steigerung der Patientenaktivität sowie Erhaltung des Bewegungsumfangs.In der veröffentlichten Literatur finden sich vergleichbar gute Ergebnisse in Bezug auf die angestrebten postoperativen Beinachsen-und Winkelverhältnisse sowie des funktionellen Ergebnisses nach standardisierten Hemiarthroplastiken am Kniegelenk nach kurzen und langen Nachuntersuchungszeiträumen. Die in unserer Studie erhobenen Daten lassen daher im kurzen Nachuntersuchungszeitraum von 12 Monaten keinen Vorteil der Prothesenindividualisierung erkennen. Der deutlich höhere präoperative Aufwand bei Verwendung der individualisierten Hemischlittenprothese iUni in der Primärendoprothetik am Kniegelenk kann durch unsere Daten nicht gerechtfertigt werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
