Untersuchungen zur Wirkung anti-inflammatorischer Strategien auf zentralnervös induzierte Krankheitssymptome im Gehirn bei systemischen Entzündungsreaktionen
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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-11234Abstract
Systemische Entzündungsreaktionen führen zur sogenannten Akuten Phase Reaktion. Als zentralnervöse Komponente dieser Reaktion kommt es zu Krankheitssymptomen wie Fieber, Lethargie, Adipsie und Anorexie, die zusammenfassend als sickness response bezeichnet werden. Experimentell lässt sich eine solche Reaktion zuverlässig und reproduzierbar durch die intraperitoneale Verabreichung von bakteriellem Lipopolysaccharid (LPS) induzieren. Systemische Entzündungsprozesse können außerdem primär nicht entzündliche oder neurodegenerative Erkrankungen verstärken oder zumindest beeinflussen. So ist ein besseres Verständnis zugrundeliegender Mechanismen speziell auch für die Entwicklung anti-inflammatorischer Strategien und Therapien von immenser Bedeutung zur Behandlung von Erkrankungen des Gehirns. Heute ist bekannt, dass die Beendigung von Entzündungen einem strikt programmierten Ablauf folgt und Lipidmediatoren dabei wichtige terminale Mediatoren der Kommunikation zwischen Immunsystem und Gehirn sind. Dabei beinhaltet die Auflösung von Entzündungen einen sogenannten Klassenwechsel von beteiligten Lipidmediatoren von einem Prostaglandin und Leukotrien dominierten Milieu hin zu hohen Konzentrationen von Lipoxinen und Resolvinen. Lipoxine und Resolvine gehören zu den sogenannten specialized pro-resolving mediators (SPMs), die aus Omega-3 Fettsäuren synthetisiert werden. Informationen über deren Bildung speziell im Gehirn sind unzureichend; die ihrer Wirkung zugrundeliegenden Mechanismen und Signalwege vielfach unbekannt. Neben der Erforschung solcher Lipidmediatoren gibt es weitere Ansätze modulierend in Entzündungsreaktionen einzugreifen. Hierzu zählt die Anwendung von pharmakologischen Agonisten kleiner Ca2+-abhängiger K+-Kanäle, wie beispielsweise CyPPA (Cyclohexyl-[2-(3,5-dimethyl-pyrazol-1-yl)-6-methyl-pyrimidin-4-yl]amine). CyPPA wurde in vitro bereits erfolgreich zur Reduktion der LPS-bedingten Expression inflammatorischer Zytokine durch Mikroglia eingesetzt. Die vorliegende Arbeit beschäftigte sich im Mausmodell (I) sowohl mit dem therapeutischen Potential von CyPPA für die Behandlung neuroinflammatorischer Zustände (II) als auch mit der anti-inflammatorischen Wirkung und Verteilung von Lipiden und Lipidmediatoren im Gehirn.Link to publications or other datasets
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Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
