Haptoglobin in Milch und Blut von Sauen und ihren Ferkeln : Zusammenhänge mit weiteren immunologischen Parametern und der Entwicklung der Ferkel
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Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, den physiologischen Verlauf der Haptoglobin-Konzentrationen in Serum, Kolostrum und Milch von klinisch unauffälligen Sauen zu charakterisieren und mögliche Zusammenhänge zu immunologischen Parametern und Leistungsdaten der Sauen und Ferkel darzustellen. Die im Rahmen dieser Arbeit geleistete Grundlagenforschung über die Hp-Konzentrationen im porcinen Milchdrüsensekret kann möglicherweise ergänzend oder alternativ zu Blutuntersuchungen als ein weniger invasives Verfahren zur Beurteilung des Gesundheitsstatus in der Ferkelerzeugung weiterentwickelt werden. Bisher wurde noch keine quantitative Bestimmung von Hp in porcinem Kolostrum und porciner Milch publiziert, so dass zunächst die Entwicklung eines geeigneten Testverfahrens notwendig war. Am Versuch waren 41 Sauen und deren Nachzucht von 448 Ferkeln aus einem geschlossenen Schweinebestand beteiligt. Im Zeitraum von Oktober 2003 bis Mai 2004 wurden Blut- und Milchproben gewonnen sowie Leistungsdaten ermittelt. Die Blutproben der Sauen wurden beginnend 7 Tage a.p. bis 28 Tage p.p. im wöchentlichen Abstand gewonnen. Antepartales Milchdrüsensekret wurde, wenn möglich, vor der Geburt, Kolostrum in den ersten 24 Stunden p.p. ermolken. Danach folgte die weitere Probenentnahme der Milch zeitgleich zum Blut in wöchentlichen Abständen. Bei den Ferkeln wurde im Alter von 14, 30, 44 und 58 Tagen p.n. Blut entnommen und Leistungsdaten ermittelt. Im Rahmen dieser Arbeit ist es gelungen, erste Referenzwerte für Hp-Konzentrationen in Kolostrum und Milch bei der Sau zu ermitteln. Mit Blick auf den Verlauf der Parameter IgG, IgA und Hp in Kolostrum, Milch und Blut war festzustellen, dass Konzentrationsmaxima im peripartalen Zeitraum (7 Tage a.p. bis 7 Tage p.p.) vorhanden waren. Danach waren nur geringe Konzentrationsänderungen festzustellen. Zwischen den Hp- und IgA-Konzentrationen in Kolostrum und Milch konnten über die gesamte Laktationsperiode positive Korrelationen beobachtet werden. Bei den Parametern Hp und IgG bestanden im Kolostrum keine, in der reifen Milch ab dem 14. Tag p.p. hingegen positive Zusammenhänge. Korrelationen zwischen Hp- und IgG-Konzentrationen im Blutserum bestanden zu keinem Zeitpunkt. Ein deutlicher positiver Zusammenhang konnte zwischen dem IgG-Serumgehalt der Sau 7 Tage a.p. und dem Wurfgewicht zur Geburt nachgewiesen werden. Auch zwischen dem IgG-Gehalt des Kolostrums und dem Wurfgewicht zur Geburt bestand eine positive Korrelation. Analog zu Aussagen der Literatur zeigt sich auch in dieser Arbeit, dass die Hp-Serumkonzentration der Ferkel negativ mit deren Gewichtszunahme korreliert ist. Hinzu kommt die Beobachtung, dass die Hp-Konzentration im Kolostrum einen negativen Einfluss auf die tägliche Zunahme der Ferkel im Zeitraum von der Geburt bis zum Absetzen besitzt. Inwiefern möglicherweise das Überschreiten eines Grenz- oder Schwellenwertes von Hp-Konzentrationen im Kolostrum leistungsmindernde Wirkung hat, kann im Rahmen dieser Arbeit nicht abschließend beantwortet werden und bedarf weiterer Forschung.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler 2006
