Optimierung der Interventionsquote bei der Herzkatheteruntersuchung durch die transparente und leitliniengerechte Indikationsstellung bei chronischer koronarer Herzkrankheit oder Verdacht auf koronare Herzkrankheit

dc.contributor.advisorDill, Thorsten
dc.contributor.authorFormambuh, Jude Thaddeus Ngwa
dc.date.accessioned2025-03-17T10:53:41Z
dc.date.available2025-03-17T10:53:41Z
dc.date.issued2025
dc.description.abstractHintergrund und Zielsetzung der Arbeit Die koronare Herzkrankheit (KHK) war im Jahr 2020 die häufigste Todesursache in Deutschland. Bei steigender Prävalenz in den letzten Jahren ist die KHK, vor allem in Hinblick auf die zunehmenden Gesamtgesundheitsausgaben (438,1 Milliarden Euros in 2020) von enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Viele Beobachtungen und Studien in der Vergangenheit haben eine niedrige Interventionsquote bei der invasiven Koronarangiographie (IKA) gezeigt. Eine verbesserte Indikationsstellung für die Durchführung der IKA stellt eine wichtige Stellschraube zur Verbesserung der Interventionsquote und Senkung der Gesundheitskosten, durch die Vermeidung von unnötigen Untersuchungen dar. In dieser Arbeit wurde die Indikationsstellung in Korrelation mit dem Ergebnis der IKA in einem deutschen Krankenhaus der Regelversorgung evaluiert. Methodik Eine retrospektive Analyse der ersten 499 Patienten (Alter 65,5 ±11 Jahre, Männeranteil 63%), die im Jahr 2015 im Sana Krankenhaus Düsseldorf -Benrath eine IKA erhielten wurde durchgeführt. Die Indikation zur IKA und der Anteil an Patienten, bei denen ein nichtinvasiver Ischämietest vor IKA durchgeführt wurde, wurde analysiert. Ergebnisse Die Indikation zur Durchführung wurde in 44.9% der Fälle durch einen auswärtigen Kardiologen per Einweisung gestellt. Folgende Gründe zur Durchführung der IKA lagen vor; kardiogener Schock bzw. Herzinsuffizienz (2,8%), STEMI (8,2%), NSTEMI (13%), instabile Angina pectoris (17,2%), stabile Angina pectoris (55,1%). Bei 50,3% der Patienten wurde eine relevante Koronarstenose (>= 75% bzw. > 50% beim linken Hauptstamm) nachgewiesen (diagnostische Quote). Die Interventionsquote im gesamten Patientenkollektiv betrug 40% und bei Patienten mit stabiler Angina pectoris 32%. Bei 17,6% der Patienten wurde ein nicht-invasiver Test vor IKA durchgeführt (13,4% Herz-MRT, 4,4% Koronar-CT, 2,6% Myokardszintigraphie, 0,7% Belastungs-EKG und 0% Stress-Echokardiographie). Konklusion Die Interventionsquote war mit 40% tief und vergleichbar mit der Quote von 41.1% aus dem 32. Bericht über die leistungszahlen der Herzkatheterlabore in Deutschland im Jahr 2019. Der Anteil an nicht-invasiven Ischämietests vor IKA war mit 17,6 % sehr tief.
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/20310
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.22029/jlupub-19661
dc.language.isode
dc.rightsAttribution-NoDerivatives 4.0 Internationalen
dc.rights.urihttp://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/
dc.subjectInterventionsquote
dc.subjectstabile koronare Herzkrankheit
dc.subjectIndikation
dc.subjectLeitlinie
dc.subject.ddcddc:610
dc.titleOptimierung der Interventionsquote bei der Herzkatheteruntersuchung durch die transparente und leitliniengerechte Indikationsstellung bei chronischer koronarer Herzkrankheit oder Verdacht auf koronare Herzkrankheit
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2025-02-11
local.affiliationFB 11 - Medizin
thesis.levelthesis.doctoral

Dateien

Originalbündel
Gerade angezeigt 1 - 1 von 1
Lade...
Vorschaubild
Name:
FormambuhJude-2025-02-11.pdf
Größe:
3.6 MB
Format:
Adobe Portable Document Format
Lizenzbündel
Gerade angezeigt 1 - 1 von 1
Vorschaubild nicht verfügbar
Name:
license.txt
Größe:
7.58 KB
Format:
Item-specific license agreed upon to submission
Beschreibung: