Physiologische und molekularbiologische Untersuchung der kardialen miR-1 und miR-133a miRNA Cluster in der Maus (Mus musculus)

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MicroRNAs sind eine Klasse kleiner einzelsträngiger, nichtcodierender RNAs. Sie spielen eine Rolle bei der Kontrolle und Steuerung der Proteintranslation. Durch Bindung von miRNA an spezifische Bindungsstellen der Ziel-mRNA wird die Translation des Zielgenes gehemmt. Einige miRNAs werden ubiquitär exprimiert, andere miRNAs nur in einzelnen Geweben.Die microRNAs miR-1 und miR-133a werden hauptsächlich in Herz- und Skelettmuskelzellen exprimiert. Beide miRNAs werden als ein Cluster transkribiert. Im Genom der Maus gibt es zwei miR-1/133a Cluster, miR-1-1/miR-133a-2 auf Chromosom 2, miR-1-2/miR-133a-1 auf Chromosom 18.Die Expression der miRNAs miR-1/133a ist ab Tag E8.5 der Embryonalentwicklung detektierbar. In der hier vorliegenden Arbeit konnte mittels in situ Hybridisierung die Expression von miR-1 in Atrien, Ventrikel und Somiten dargestellt werden. Mit Affymetrix (RNA Expression)- und SILAC Analyse (Protein Expression) sollten mögliche Kandidaten gefunden werden, die auf Grund des Verlustes der microRNAs missexprimert sind und ursächlich für den Phänotyp sind. Verschiedenen Gene und Proteine wurde daraufhin näher untersucht. Die Reduktion um die Hälfte von miR-1/133a führt zu einem elektrophysiologischen Phänotyp: bei hohen Herzraten zeigt das EKG (Elektrokardiogramm) keine Auffälligkeiten, analysiert man den Herzschlag bei niedrigen Herzraten stellt man eine Verlängerung der QT Dauer fest. In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass der Verlust jeweils eines miR-1/133a Clusters keinen Einfluss auf die Herzentwicklung hat, dass aber der Verlust beider miR-1/133a Cluster zur embryonalen Letalität mit Stopp der Entwicklung etwa bei Tag E11.5 führt. Die miR-1/133a Cluster spielen in der Physiologie der Herzens eine wichtige Rolle. Fehlen beide microRNAs komplett, hat dies schwerwiegende Auswirkungen auf die Entwicklung des Herzens.

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