Evaluierung und klinischer Einsatz eines ambulanten fetalen EKGs zur Überwachung von Stuten in der Hochträchtigkeit
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Die Erfassung und Überwachung der Vitalität des Fetus stellt seit vielen Jahren inder Humanmedizin einen zentralen Punkt in der Routineuntersuchung während derSchwangerschaft dar. In der equinen Reproduktionsmedizin gestaltet es sich bisheraufgrund des Mangels an praxistauglichen Methoden schwierig, Aussagen überVitalität und Wohlbefinden des Fetus zu erlangen. Eine praxistaugliche Detektion vonRisikograviditäten aus Sicht des equinen Fetus wäre wünschenswert, umgegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.In der Literatur ist in einigen Studien die Verwendung des fetalenElektrokardiogramms bei der trächtigen Stute beschrieben, jedoch stellen derapparative Aufwand und Schwierigkeiten bei der Interpretation und Detektion derfetalen Ausschläge eine Einschränkung dar. Desweiteren liegen nur wenigausführliche Daten zu ungestörten Trächtigkeiten und Risikograviditäten imunmittelbaren antepartalen Zeitraum vor.Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Methodik der fetalenElektrokardiographie mittels eines telemetrischen, ambulanten EKG-Gerätes alsÜberwachungsmöglichkeit für Stuten in der Hochträchtigkeit zu etablieren und damiterste Daten für die maternale und fetale Herzfrequenzparameter zu erheben. Fernerwurde überprüft, inwiefern das Vorliegen von Komplikationen während derTrächtigkeit, die zeitliche Annäherung an den Geburtstermin und die Tageszeit diefetalen und maternalen Parameter beeinflussen.Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass sich die fetaleElektrokardiographie mittels eines ambulanten, telemetrischen Gerätes für dieÜberwachung von Stuten in der Hochträchtigkeit eignet und eine praxistaugliche,schonende und nichtinvasive Methode zur Erfassung und Überprüfung derVitalität des equinen Fetus darstellt. Langzeitaufnahmen sind jederzeit möglich.Zusätzlich konnten in der Untersuchung maternale und fetale Parameter währendunauffälliger Trächtigkeiten und Graviditäten mit Komplikationen erhoben werden.Auf fetaler Seite bestanden keine Unterschiede zwischen den Gruppen.Link to publications or other datasets
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Giessen : VVB Laufersweiler
