Zwei neue Kombinationen fur die Anästhesie von Damwild (Dama dama): Thiafentanil, Xylazin plus Tiletamin/Zolazepam und Thiafentanil, Xylazin plus Ketamin

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Für diese Studie wurden 33 weiße Damtiere (Dama dama; n= 33) aus einerhalbwilden Haltung mit zwei verschiedenen Kombinationen, die alsgemeinsamen Bestandteil Thiafentanil enthielten, anästhesiert. 26 dieser Tiereerfuhren standartisierte Bedingungen in einer Vergleichsstudie.Gruppe TXTe (n= 16) erhielt 0,02 mg/kg Thiafentanil, 1 mg/kg Xylazin und1 mg/kg Tiletamin/Zolazepam per Narkosegewehr. Gruppe TXK erhielt jeweils0,02 mg/kg Thiafentanil, 1 mg/kg Xylazin und 2 mg/kg Ketamin. DenDosierungen wurde ein angenommenes Gewicht von 60 kg zugrunde gelegt.Die Tiere waren zwischen acht und zwanzig Jahren alt und das gemesseneGewicht lag zwischen 45 und 80 kg. Die nach dem Wiegen berechnete Dosisder Gruppe TXTe betrug im Durchschnitt 0,0210 mg/kg (0,0180- 0,0267 mg/kg)Thiafentanil, 1,051 mg/kg (0,938-1,334 mg/kg) Xylazin und 1,051 mg/kg (0.938-1.334 mg/kg) Tiletamin/Zolazepam. Die Gruppe TXK erhielt 0,0207 mg/kg(0,0150- 0,0240 mg/kg) Thiafentanil, 1,031 mg/kg (0,750- 1,175 mg/kg) Xylazinund 2,061 mg/kg (1,500- 2,353 mg/kg) Ketamin.Induktionszeiten, Narkosetiefe und Muskelrelaxation waren nichtdosisabhängig. Die Tiere wurden 45 bis 121 Minuten in Narkose gehalten. ZurErhaltung wurde bei vier Tieren in Gruppe TXTe und zwei Tieren in GruppeTXK 0,5- 1 mg/kg Propofol i.v. gegeben.Diese Studie zeigt, dass Thiafentanil zusammen mit Xylazin undTiletamin/Zolazepam oder Ketamin zu Damhirschnarkosen eingesetzt werdenkann, die sich in der Vergangenheit als schwierig erwiesen haben (Caulkett undHaigh 2007, Haefele 2005, Haigh 1990, Jones 1972, Jones und Manton 1973,Kreeger et al. 2002, Low 1973, Pearce und Kock 1989, Pertz und Sundberg1978). Atmung und Oxygenierung scheinen die kritischen Parameter bei derNarkose zu sein.Kurze Induktions- und Erholungszeiten minimieren das Risiko von Verletzungenvor, während und nach der Narkose und erleichtern das Beobachten desIndividuums.Ob die hier angegebenen Dosierungen optimiert werden können, sollteGegenstand weiterer Studien sein. Im Rahmen der Vorversuche wurden zweiTiere mit einer Totaldosis von 2,4 mg Thiafentanil mit 1,6 mg Medetomidin und140 mg Ketamin anästhesiert. Diese Dosierung zeigte unbefriedigendeErgebnisse. Beide Tiere hatten eine unsanfte Induktion, eine mittel- bishochgradige Atemdepression, ungenügende Muskelrelaxation und einehochgradige Tachyarrhytmie. Ein Tier verstarb innerhalb von 24 Stunden. Zweiweiteren Tieren wurden 18 mg Butorphanol, 60 mg Tiletamin/Zolazepam und60 mg Xylazin verabreicht. Diese Tiere waren jedoch nur sediert und konntennur nach wiederholtem Beschuß gefangen werden.Es wäre interessant zu sehen, ob Tiere aus anderen Umwelt- undHaltungsbedingungen ähnlich auf die beschriebenen Dosierungen reagieren,denn unterschiedliche Genetik, Lebensbedingungen und der Grad an Stress,dem die Tiere ausgesetzt sind, können die Reaktion auf Anästhetikaentscheidend beeinflussen.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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