Histogram-Functional-Shape-Methode zur automatischen Schweregradeinteilung von Fibrose und Emphysem an Lungenlappen

Loading...
Thumbnail Image

Date

Advisors/Reviewers

Further Contributors

Contributing Institutions

Publisher

Journal Title

Journal ISSN

Volume Title

Publisher

License

Abstract

Ziel: Fibrose oder Emphysem betreffen Lungenlappen unterschiedlich schwer. Ziel die- ser Studie war die Durchführung einer automatischen und objektiven Schweregradein- teilung erkrankter Lungenlappen mit der Histogram-Functional-Shape-Methode (HFS). Die HFS-Methode ist ein Radiomics-Bildmarker, der auf einer CT-Dichtekurven Analytik beruht.Methode: Es wurden 145 Thorax-Datensätze (52 Normal, 48 Emphysem, 45 Fibrose) untersucht. Zunächst wurde jedem Lungenlappen von einem Radiologen (25 Jahre Er- fahrung) ein Schweregrad nach einem visuellen Score zugeordnet (Goddard-Score: Nor- mal (Stufe 0) und Emphysem (Stufe 1 bis 4); Gay-Score: Normal (Stufe 0) und Fibrose (Stufe 1 bis 5)). Diese Befundung diente als Goldstandard. Außerdem wurden für jeden Lungenlappen mit der HFS-Methode drei Parameter (A0, A1, A2) bestimmt, welche die CT-Dichteverteilung eines jeden Lappens mit einer nichtlinearen Kurvenanpassung cha- rakterisieren. Mit einer multinomialen logistischen Regressionsanalyse wurde anschlie- ßend untersucht, ob sich bei den Lappen mithilfe der Parameter Vorhersagen über den Schweregrad der Erkrankung machen lassen. Nagelkerkes Pseudo-R2 (NR2) diente als Güteparameter.Ergebnis: Die HFS-Methode konnte an allen Lungenlappen erfolgreich angewendet werden. Beim Goddard-Score wurden 345 von 500 Lungenlappen (einschließlich der Normalgruppe mit Score 0) richtig eingestuft. NR2 betrug 0,678 bei einer Sensitivität von 81,3% und Spezifität von 81,5%. Beim Gay-Score wurden 358 von 485 Lappen korrekt eingestuft. NR2 betrug hier 0,813 bei einer Sensitivität von 88,4% und Spezifität von 88,8%. Falschzuordnungen wurden hauptsächlich in benachbarte Stufen eingeordnet. Elf (4,2%) aller normalen Lungenlappen wurden als krank, 110 (23,6%) aller (hauptsäch- lich minimal) Erkrankten als normal klassifiziert.Schlussfolgerung: Die HFS-Methode ist als numerischer Bildmarker für eine objektive Schweregraddifferenzierung für erkrankte Lungenlappen geeignet. Die HFS-basierte Schweregradzuordnung gelingt für die Lungenfibrose geringfügig besser als für das Em- physem. Weitere Optimierungen sollen zukünftig durch Kombinationen mit anderen Bild- markern und den morphologischen Aspekten der Erkrankung evaluiert werden.

Link to publications or other datasets

Description

Notes

Original publication in

Original publication in

Anthology

URI of original publication

Forschungsdaten

Series

Citation