Die Anwendung von Staplern in der abdominalen und thorakalen Chirurgie beim Hund im Vergleich zur bestehenden Literatur

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Die vorliegende Arbeit hat sich mit der Anwendung und den Vor- und Nachteilen von Staplern in der abdominalen und thorakalen Chirurgie beim Hund beschäftigt. Die Stapler haben eine lange geschichtliche Entwicklung hinter sich. Der eigentliche Erfinder der Stapler, der Ungar Hümer Hültl, stellte den ersten Klammernähapparat bereits im Jahre 1908 vor. Die Vorläufer der heute verwendeten Stapler wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in Russland entwickelt. Die erste kommerzielle Herstellung erfolgte in den USA 1967 von der Firma United States Surgical Corporation, Norwalk, Connecticut. Ab Ende der siebziger Jahre wurden die Stapler zunehmend in der Humanmedizin eingesetzt und haben sich bis heute in allen Bereichen der Weichteilchirurgie etabliert. In der Veterinärmedizin war der Einsatz der Stapler anfangs experimenteller Natur. Heute werden sie besonders zu Lobektomien der Lunge beim Kleintier benutzt. In anderen Bereichen der Weichteilchirurgie beim Kleintier werden sie bisher aufgrund der Kosten nur wenig eingesetzt. In der Pferdechirurgie spielen Stapler eine unverzichtbar wichtige Rolle in der Kolikchirurgie. In dieser Studie zum Staplereinsatz beim Hund wurde nur die Größe des Tieres als Einschränkung bei der Auswahl der Patienten herangezogen. Es wurden in einem Zeitraum von ca. 1,5 Jahren 28 Patienten operiert. Zum Einsatz kamen der thorako-abdominale Stapler und der gastro-intestinale Stapler. Das Ziel war es, die möglichen Indikationen für den Staplereinsatz beim Hund klar herauszustellen. Der Stapler wurde bei 15 Lobektomien der Lunge, bei 5 Lobektomien der Leber, bei 6 Seit-zu-Seit-Anastomosen des Darmes, bei einer Gastrektomie und bei einer Pankreasteilresektion eingesetzt. Als Komplikationen traten praktisch ausschließlich gering- bis mittelgradige Blutungen im Bereich der Klammernaht auf, die durch fortlaufendes Übernähen, U-Hefte, Ligaclips® (Ethicon) oder mit Hilfe eines Hämostyptikums (Spongostan®, Johnson & Johnson) alle gestoppt werden konnten. Todesfälle wurden nicht im Zusammenhang mit der Staplertechnik gesehen. Als großer Vorteil dieser Methode wurde die Zeiteinsparung gesehen, so dauerte eine Lungenlappenresektion mit Hilfe des Staplers durchschnittlich 6,4 min, eine Leberlappenresektion 5,8 min und eine Seit-zu-Seit-Anastomose am Darm ließ sich in ca. 10 min durchführen. Der Kosten-Nutzen-Vergleich zeigte, dass die Kosten für den Staplereinsatz zwar höher anzusetzen sind als die Kosten einer konventionellen OP. Im Sinne des Tieres ist die schnellere Staplertechnik aber der konventionellen Handnaht vorzuziehen. Es ist allerdings fraglich, ob die höheren Operationskosten für den Tierbesitzer tragbar sind. Wir empfehlen für den täglichen Praxisgebrauch besonders den Einsatz des TA 60-4,8-Stapler und des GIA 60-3,8-Stapler als die am flexibelsten einzusetzenden Stapler- und Klammergrößen. Zu überprüfen bleibt, ob der GIA 60-3,8-Stapler alleine ausreichend wäre.

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Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler 2008

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