Einfluss abiotischer Wachstumsfaktoren auf Ertrag und Qualität der Blattdroge der Artischocke (Cynara cardunculus L. ssp. flavescens Wikl.) als Arzneipflanze

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Die grünen Rosettenblätter der Artischocke werden zur Herstellung von Phytopharmaka verwendet und zur Behandlung des dyspeptischen Symptomkomplexes eingesetzt. Die Wirkung der Droge ist dabei auf phenolische Verbindungen zurückzuführen, von denen v. a. Caffeoylchinasäurederivate und Flavonoide die entscheidende Rolle spielen. Die Kultivierung der Artischocke als Arzneipflanze findet in gemäßigten Klimaten statt. Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, die Wirkung des Erntetermins, der N-Düngung und Wasserversorgung sowie die Bedeutung der Faktoren UV-Strahlung (Lichtangebot) und Temperatur auf die Blattbildung sowie auf die Gehalte an Phenolsäuren und Flavonoiden in der Artischocke zu untersuchen. Diese Untersuchungen wurden an den Versuchsstandorten Gießen und Rauischholzhausen im Rahmen von einfaktoriellen Feldversuchen und mehrfaktoriellen Gefäßversuchen durchgeführt. Die Auswertungen der Feldversuche weisen darauf hin, dass sich spätere Erntetermine (= längere Vegetationsdauer) neben einem Zuwachs an Biomasse positiv auf die Bildung der pharmazeutisch wirksamen Phenolsäuren und Flavonoide auswirken. Darüber hinaus ergaben die Untersuchungen zur Wirkstoffverteilung innerhalb der Pflanze, dass v. a. die jüngsten, grünen Rosettenblätter der Pflanze die Qualität der Droge positiv beeinflussen. Die N-Versorgung der Pflanzen hat einen direkten Einfluss auf den Blattertrag und die Inhaltsstoffe der Blätter. Während die Höhe der N-Dosis eine positive Korrelation zum ermittelten Blattertrag aufweist, korreliert sie negativ mit dem Gehalt an Phenolsäuren und Flavonoiden. Eine optimale Wasserversorgung der Pflanzen während der gesamten Vegetationsperiode resultiert unabhängig der gewählten N-Form in gleichmäßig hohen Blatterträgen und Wirkstoffgehalten. Pflanzen, die über die gesamte Vegetationsperiode hinweg nicht optimal mit Wasser versorgt wurden, zeigten neben Ertragsdepressionen auch niedrigere Gehalte an wertgebenden Inhaltsstoffen. Auf Basis der hier gezeigten Ergebnisse unter kontrollierten Wachstumsbedingungen weist das Lichtangebot auf eine Zunahme des Blattertrages sowie der Blattinhaltsstoffe mit längerer bzw. intensiverer Belichtungsdauer hin. Dagegen beeinflussen niedrige Temperaturen während der Jugendentwicklung der Artischocke die Ertragsbildung und Inhaltsstoffsynthese nicht.

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