Lake Louise Kriterien der kardialen Magnetresonanztomographie bei akuter und chronischer Myokarditis : Korrelation mit histopathologischen Parametern

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Die Diagnosestellung einer akuten/chronischen Myokarditis basiert in der kardiovaskulä-ren MRT-Bildgebung auf den Lake-Louise-Kriterien. Zu diese zählen T2 gewichtete Ödem Ratio (ER), T1 gewichtete Early Gadolinium Enhancement Ratio (EGER) und das Late Gadolinium Enhancement (LGE). Aufgrund der eingeschränkten Sensitivität und Spezifität der klassischen kardiologi-schen Verfahren EKG, Labor und Echo in Bezug auf die Myokarditisdiagnostik ist der Goldstandard weiterhin die Biopsie mit histologischem und immunhistologischem Nachweis der Inflammation.Die kardiale MRT (kMRT) hat sich in anderen Arbeiten als sensitives und spezifisches Verfahren in der Myokarditis Diagnostik bewährt, der Beitrag der einzelnen der drei Lake-Louise-Kriterien wird aber kontrovers diskutiert.In der vorgelegten Arbeit wurde untersucht, ob die Veränderungen in den Lake-Louise-Kriterien mit Veränderungen der Histopathologie korrelieren.Retrospektiv wurden 100 Patienten mit biopsiegesicherter chronischer Myokarditis und erfolgtem kMRT untersucht. Die Diagnosestellung basierte auf dem Nachweis von Lymphozyten und/oder der Präsenz von HLA-II-Komplex positiven Makrophagen in der Myokard-Biopsie. Die Präsenz von Lymphozyten, HLA-II positiven Makrophagen, viraler Persistenz und der Nachweis einer Fibrose wurden dichotom kodiert. Alle Patien-ten wurden mit einem mit einerm 1,5T Siemens Sonata MRT untersucht. Die ER wurde in T2w short tau inversion recovery turbo spin echo Sequenzen untersucht. Die EGER wurde in T1w turbo spin echo Sequenzen ohne fat saturation vor und eine Minute nach Gabe von 0,15mmol Gd-DTPA/kg/KG gemessen. Das LGE wurde in 3D inversion recovery spoiled gradient echo Sequenzen mindestens 10 Minuten nach Verabreichung des Kontrastmittels gemessen.Die statistische Untersuchung erfolgte mittels linearer Regressionsanalyse für die metri-schen Variablen ER und EGER mit den histologischen Parametern als kontinuierlichen Variablen. Beim Parameter LGE erfolgte eine binäre logistische Regressionsanalyse mit dem LGE als abhängige und den histologischen Parametern als unabhängigen Variablen.100 Patienten (mittleres Alter 49,93 ± 33 Jahre, 31 weiblich) wurden untersucht. Die durchschnittliche EGER betrug 12,9 ± 27.4, die ER 1,8 ± 0.9 und das LGE war bei 86 Patienten positiv. Das durchschnittliche Troponin betrug 138 ± 192 pg/dl, das durch-schnittliche CRP 3,7 ± 6,3 mg/dl, das proBNP im MW bei 1645,67 pg/mL.Es zeigte sich eine sehr gute Sensitivität des LGE von 86 % sowie eine signifikante Kor-relation des Parameters Fibrose mit LGE, der Nachweis von Nekrose war ein perfekter Prädiktor. Die ER korrelierte ebenfalls signifikant mit dem Parameter Fibrose und zeigte eine Sensitivität von 35 %.Eine Korrelation mit anderen histologischen Markern (Lymphozyten, Makrophagen, MHC-II Expression oder Viruspersistenz) konnte nicht nachgewiesen werden. Die EGER zeigte eine Sensitivität von 58 % aber keine signifikante Korrelation mit den histologischen Parametern.Aus den Ergebnissen und im Kontext der zitierten Publikationen leiten wir daher ab, dass folgende Prozedere für die Alltagsdiagnostik der Myokarditis in der kMRT ab. LGE ist der Standardparameter zur Frage der myokardialen Beteiligung einer Inflammation, während ER und EGER zur Differenzierung aktiver von abgeheilten Prozessen herangezogen werden können.

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