In der vorliegenden Arbeit wurde die optische Aktivierung eines Ozonsensors zur Selektivitätssteigerung untersucht. Die Wirkschichten der verwendeten Sensoren basieren auf einer im KIT-6 Verfahren hergestellten Indium(III)-oxid-Schicht.Zur Bestimmung einer in Anwendungen häufig relevanten Querempfindlichkeit des Sensors wurde Methan als Prototyp eines Kohlenwasserstoffes untersucht.In einer selbst aufgebauten Messanordnung konnte die temperaturabhängige Umsetzung von Methan zu Kohlenstoffdioxid durch Indium(III)-oxid sowohl bei zusätzlichem Angebot von Ozon, als auch ohne, untersucht werden. Die Messungen zeigten, dass die Umsetzung von Methan durch die Anwesenheit von Ozon gesteigert wird. Aus dem Vergleich mit Leitwertmessungen unter gleichzeitigem Angebot von Methan und Ozon ergab sich, dass Methan und Ozon in einer Oberflächenreaktion umgesetzt werden, die nur wenig zum Sensorsignal beiträgt.Im Hauptteil der Arbeit wurde die zyklische Aktivierung von Indiumoxid zunächst mit Bandlü-ckenlicht und dann mit Sub-Bandlückenlicht zur Erzeugung eines reproduzierbaren Sensorsig-nals bei niedrigen Temperaturen untersucht. Im Kit-6 Verfahren hergestelltes mesoporöses Indium(III)-oxid mit einer hohen spezifischen Oberfläche von 100 m2g-1 erwies sich als beson-ders geeignet.Diese Indiumoxid-Sensorschichten wurden bezüglich eines optimalen Bestrahlungszyklus und bezüglich der Intensitätsabhängigkeit bei Angebot der genannten Gase untersucht. Zykluszeiten von 20 s Dauer stellten sich als geeignet heraus, um Sättigungswerte zu erhalten. Zusätzlich wurde der Einfluss variierender Feuchte auf das gewählte Messverfahren untersucht; eine detailliertere Auswertung des zyklischen Signalverlaufs ermöglichte es die zunächst beobachtete Drift aus dem Ausgangssignal herauszurechnen. Bei Überlagerung eines thermischen Zyklus zum Bestrahlungszyklus lässt sich mit nur einem Sensorelement neben der Ozonkonzentration auch die Methankonzentration quantitativ bestimmen.
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