Evaluation der Frakturheilung im osteoporotischen Tiermodell mittels Mikro-CT

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Der Forschungsbedarf im Bereich der Osteoporose ist groß. Besonderes Augenmerk muss auf die Evaluation der pathologischen Fraktur gelegt werden. Das Zeil unserer Arbeit war es, Grundlagen zu schaffen um dieses Gebiet weiter zu erforschen. Hierfür ist zunächst die Etablierung eines repräsentativen Tiermodells und dazu passenden Untersuchungsverfahren essenziell. Um ein solches Modell zu entwickeln, wurde bei 13 Sprague Hawley Ratten eine Osteoporose durch Ovarektomie und eine kalzium- phosphor- vitamin D3- soja und phytoöstrogenfreie Diät indiziert (OVX). Der osteoporotische Knochenstatus wurde mittels DXA bestätigt. Die Kontrollgruppe erhielt lediglich eine Sham-Operation. Anschließend wurde den Versuchstieren ein 3-mm bzw. 5-mm großer, keilförmiger Knochendefekt im metaphysären Bereich des distalen Femurs gesetzt und mit Hilfe von Plattenosteosynthesen versorgt. Diese Situation spiegelt die Versorgung einer osteoporotischen Fraktur beim Menschen wieder. Sechs Wochen später wurden die Tiere euthanisiert und anschließend die frakturierten Femura im Mikro CT gescannt. Die so entstandenen axialen Schnittbilder dienten der Analyse der Frakturen hinsichtlich Durchbauung und Vaskularisierung. Unsere Untersuchungen zeigten, dass sich in der 3-mm Gruppe deutlich mehr neues Knochengewebe gebildet hatte als in der 5 mm Gruppe. Dies bedeutet, dass sich ein 5-mm-großer Defekt auf Grund der geringen Durchbauung als critical- size- Modell zur Erforschung von osterinduktiven Knochenersatzmaterialien oder Implantaten eignet. Die Fläche neugebildeten Knochengewebes und zum Teil auch die Vaskularisierung der osteoporitischen Frakturzonen innerhalb der 3 mm bzw. der 5 mm Gruppe unterschieden sich nicht signifikant von den Kontrolltieren. Die Ergebnisse der histologischen und biomechanischen Untersuchungen der Knochenqualität der OVX Tiere zeigten jedoch Zeichen einer verlangsamten bzw. unvollständigen Frakturheilung. So dass davon ausgegangen werden kann, dass sich die metaphysäre, osteoporotische Frakturheilung von der nicht-osteoporotischen Knochenheilung unterscheidet. So konnten die von uns entwickelten Tiermodelle bereits einen Beitrag zu der Erforschung der Osteoporose leisten, sollen und können aber auch in Zukunft im Rahmen anderer Forschungsprojekte helfen die noch offenen Fragen auf diesem Gebiet zu beantworten.

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