Untersuchung des intrazellulären Gliadintransports in Enterozyten von Zöliakie-Patienten und Nicht-Zöliakie-Patienten unter Einfluss von Immunglobulinen der Klasse G

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Die Zöliakie (CD) ist eine systemische, entzündliche Erkrankung, die durch den Verlust der physiologischen Toleranz gegenüber Gluten gekennzeichnet ist. Die einzige Therapie besteht in einer lebenslangen glutenfreien Ernährung (GFD). Obwohl eine strikte GFD notwendig ist, um Langzeitkomplikationen zu verhindern, wird diese nicht von allen Patienten eingehalten. Daher ist die Entwicklung einer langfristig wirksamen Therapie/Prävention wünschenswert. Enterozyten können als unkonventionelle antigenpräsentierende Zellen fungieren. Toleranz gegenüber Gluten könnte (wieder-)hergestellt werden, indem Gliadin in die späten Endosomen der Enterozyten geleitet wird, da auf diese Weise die Assoziation mit HLA-Klasse-2-Molekülen und die Präsentation an regulatorische CD4+-T-Zellen ermöglicht wird. Eine solche Veränderung des Gliadintransportwegs ist durch Serum von CD-Patienten, welches anti-Gliadin-IgG und -IgA enthielt, bereits gelungen. Muttermilch enthält ebenfalls anti-Gliadin-IgG und -IgA und das Stillen des Säuglings kann diesen vor der Entwicklung einer Zöliakie schützen. Daher lautete die Hypothese dieser Arbeit: Anti-Gliadin-IgG können die Verteilung intrazellulärer Gliadinpeptide in Enterozyten verändern.Insbesondere stellten wir die Hypothese auf, dass durch anti-Gliadin-IgG der Gliadinpeptidanteil in frühen und späten Endosomen erhöht werden kann. Zur Überprüfung der Hypothese wurden Duodenalbiopsien von 12 CD- und 8 Nicht-CDPatienten mit Gliadin und anti-Gliadin-IgG inkubiert und anschließend immunelektronenmikroskopisch ausgewertet. Dabei konnten keine signifikanten Veränderungen der intrazellulären Gliadinpeptidverteilung festgestellt werden. Offen geblieben ist, ob die eingesetzten IgG-Konzentrationen zu niedrig waren oder ob der neonatale Fc-Rezeptor für IgG, anti-Gliadin-IgA oder weitere Faktoren in Serum oder Muttermilch für eine erhöhte Gliadinpeptidaufnahme in späte Endosomen verantwortlich gemacht werden können. Neben der untersuchten Fragestellung zeigte sich bei einem Teil der Patienten eine deutliche Markierung von apikaler Membran und Golgi-Apparat durch die beiden eingesetzten anti-Gliadin-Antikörper. Ursache dieser verstärkten Markierung könnten eine gesteigerte Gliadinpeptidaufnahme oder Kreuzreaktionen der anti-Gliadin-Antikörper mit endogenen Proteinen sein. Diese offenen Fragen und auch das Bindungsverhalten der eingesetzten Antikörper könnten in weiteren Studien genauer untersucht werden.

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