Strukturelle und funktionelle Aspekte in Zusammenhang mit der Segmentierung des Nebenhodens

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Der Nebenhoden wird neben der klassischen Einteilung in Caput, Corpus und Cauda durch Bindegewebssepten in einzelne Segmente unterteilt. Bei der Ratte sind es z.B. 19 Segmente. Erst während der Passage durch den die Segmentgrenzen passierenden Nebenhodengang erlangen die Spermatozoen ihre Fertilisierungsfähigkeit. In der hier vorliegenden Arbeit wurden mittels unterschiedlicher Methoden im Nebenhoden die Segmentgrenzen und deren Stellenwert in struktureller, biochemischer und funktioneller Hinsicht charakterisiert.Die Existenz von interstitiellen Nebenhodenbarrieren konnte durch Perfusion ins Interstitium eines Segments dargestellt werden. Die Tracer-Lösung verblieb durch die Bindegewebssepten innerhalb eines einzelnen Segments. Durch zwei- und dreidimensionale Darstellungen (Immunfluoreszenz und -histochemie, CLARITY, Eosineigenfluoreszenz) konnte die Faserstruktur und räumliche Ausbreitung eines Septums genauer charakterisiert werden. Bei der Frage, ob der Inhalt des Nebenhodengangs auch segmentale Besonderheiten aufweist, wurden segmentweise die Spermatozoen mittles Lasermikrodissektion aus dem Lumen isoliert und deren Sialinsäure-Gehalt durch HPLC-Analyse bestimmt. Eine sich ändernde Sialylierung könnte den Reifeprozess der Spermatozoen bei der Nebenhodenpassage von Caput nach Cauda widerspiegeln. Die größten Unterschiede lagen im Bereich der proximalen und distalen Segmente. Der gerichtete Transport der noch immotilen Spermatozoen im Nebenhoden wird wesentlich durch Spontankontraktionen vermittelt. Das Kontraktionsmuster des Nebenhodengangs wurde zwischen benachbarten Segmenten verglichen. Es fanden sich Unterschiede in der Kontraktionsfrequenz, was auf eine unterschiedliche Verweildauer der Spermien hindeutet. Auch bei den ACh/NO-Synthase vermittelten Effekten auf die Kontraktilität fanden sich segmentale Unterschiede im Nebenhodengang. In der Arbeit wurden neue Erkenntnisse über die Struktur der Segmentgrenzen gefunden. Außerdem ergaben sich Hinweise auf funktionelle Unterschiede des Nebenhodenganges in den verschiedenen Segmenten sowie ein segmental differierendes Glykosylierungsmuster der Spermatozoen. Insgesamt sprechen die Befunde für einen wichtigen Einfluss der Nebenhodensegmente auf die Reifung der Spermatozoen.

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