Ektope Nestinexpression nach experimenteller Nierentransplantation

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Die CAN ist durch interstitielle Fibrose, Glomerulopathie, Tubulusatrophie und CAV gekennzeichnet. Die CAN stellt zurzeit die bedeutendste Ursache für den Verlust humaner Nierentransplantate dar. Es ist für die moderne Transplantationsmedizin von größter Wichtigkeit, ihre Pathogenese zu verstehen, um interventionelle Ansätze erarbeiten zu können. Nestin ist ein Bestandteil von Intermediärfilamenten und zugleich ein Marker von Vorläuferzellen, die möglicherweise zum chronischen Gewebeumbau im Transplantat beitragen. Um dies zu untersuchen, wurden allogene (F344->Lewis)und isogene (Lewis->Lewis) Nierentransplantationen in Ratten durchgeführt. Isogene und allogene Transplantate wurden jeweils am 9. und 42. postoperativen Tag untersucht. Isogene Transplantate zusätzlich am 4. postoperativen Tag. Die Nestinexpression wurde hierbei mittels Immunhistochemie, quantitativer RT-PCR undWesternblot analysiert (je n=4). Die Nestinimmunreaktivität ist in Nieren nicht transplantierter Kontrolltiere des Stammes Lewis regelhaft auf die Glomeruli und wenige interstitielle Zellen beschränkt. Allogene Transplantate zeigen am 9. postoperativen Tag eine massive Färbung mit Antikörpern gegen Nestin in derarteriellen Intima und zahlreichen interstitiellen Zellen. Am 42. postoperativen Tag ist Nestin im Vergleich zu Kontrollnieren vermehrt nachweisbar, jedoch etwas schwächer als am 9. Tag. Der Nestinnachweis gelang am 42. Tag lediglich in der RT-PCR und dem Westernblot. In der Immunhistochemie zeigte sich ein dem Kontrollniveau ähnliches Bild. Für den 9. postoperativen Tag stimmten die Ergebnisse aller drei Methoden überein. Isogene Transplantate zeigen am 4. postoperativen Tag ebenfalls eine massive Nestinimmunreaktivität in den gleichen Strukturen, die bis zum 9. Tag deutlich abnimmt und am 42. Tag auf das Kontrollniveau zurückkehrt. Die immunhistologischen Ergebnisse bestätigen sich im Westernblot und der RT-PCR.Doppelfärbungen von allogenen Tag 9 Transplantaten mit dem monozyten-/makrophagenspezifischen Antikörper ED1 zeigten zweifelsfrei eine besondere räumliche Nähe und Interaktion monozytärer Zellen mit nestinpositiven Zellen.In dieser Arbeit konnte nachgewiesen werden, dass der Nestinproteingehalt der Niere nach isogener und allogener Transplantation erhöht ist. Diese Erhöhung ist im isogenen Transplantat transient, während sie im allogenen Transplantat mindestens 6 Wochen bestehen bleibt. Diese Transplantate entwickeln eine CAN. Die erzielten Daten legen die Vermutung nahe, dass Nestin zur Pathogenese der CAN funktionell beiträgt.

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