Effekte unterschiedlich dosierter lokaler Fluoridapplikationen auf die erosive Demineralisation von humanem Dentin in situ

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Ziel der vorliegenden Studie war es, die Wirkung drei unterschiedlich hoch dosierter, lokaler Fluoridierungskonzepte auf die Progression von Erosionen an humanen Dentinproben über einen fünftägigen Zeitraum zu untersuchen. Die Messung der Mineralverluste erfolgte mit Hilfe der longitudinalen Mikroradiographie (LMR). Aus dem koronalen Anteil von 48 vollständig retinierten, humanen Weisheitszähnen wurden jeweils vier Dentinproben gewonnen, welche auf die vier Versuche jeweils eines Probanden verteilt wurden. An der Studie nahmen 6 Probanden teil. Für jeden Probanden wurde eine Gaumenplatte mit Aussparungen zur reversiblen Fixierung von je acht Proben angefertigt. Vor jedem Versuch wurde der Mineralgehalt der Proben erfaßt (Basescan). Die Gaumenplatten wurden während der Versuche permanent im Mund getragen und nur zu den Mahlzeiten herausgenommen. Die Erosionen wurden sechsmal täglich extraoral für jeweils fünf Minuten mit 0,05 molarer Zitronensäure (pH 2,3) erzeugt. Anschließend erfolgte intraoral die Behandlung der Proben mit fluoridfreier Zahnpasta (Gruppe 1, Kontrollgruppe) oder mit fluoridhaltiger Zahnpasta (Gruppe 2) oder abwechselnd mit fluoridhaltiger Zahnpasta und Mundspüllösung (Gruppe 3) oder abwechselnd mit fluoridhaltiger Zahnpasta, Mundspüllösung und Fluoridgel (Gruppe 4). Nach jedem Versuch wurde der Mineralverlust der Proben bestimmt. Der mittlere Mineralverlust nahm mit zunehmender Fluoridmenge signifikant ab. In der Kontrollgruppe lag er bei 49,02 µm ± 15,37 µm, in Gruppe 2 bei 34,95 µm ± 15,53 µm, in Gruppe 3 bei 26,19 µm ± 16,62 µm und in Gruppe 4 bei 19,76 µm ± 12,01 µm. Die Ergebnisse der einzelnen Probanden zeigten zum Teil deutliche Abweichungen von diesem Gesamtergebnis. Schlussfolgerung der vorliegenden Untersuchung ist, dass eine regelmäßige, hoch dosierte, lokale Fluoridierung den erosiv bedingten Mineralverlust deutlich verringern kann. Aufgrund der individuell unterschiedlichen Wirkung der lokalen Fluoridierung sollte eine Fluoridierungsempfehlung jedoch nicht standardisiert, sondern in individuell abgestimmter Form erfolgen.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform