Die Spitzenstellung im Satz : Eine kontrastive Untersuchung des Deutschen und Koreanischen

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2004

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Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit handelte sich es um eine kontrastiv vergleichende Betrachtung der Erststellung der verschiedenen Satzglieder in den deutschen und in den koreanischen korpusbasierten Aussagesaetzen. Hier ging es davon aus, dass die beiden Sprachen eine freie Wortstellung zur Verfüung stehen, in der das Finitverb an einer so festen Stelle vorkommt, wie in den Prototypen SVO im Deutschen und SOV im Koreanischen vorkommt. Aus diesem Grund wurde ein Versuch unternommen, einen Satz abhängig von der Informationsstruktur in zwei Teile (Thema Rhema Struktur, Fokus Hintergrund Gliederung und alte und neue oder bekannte und unbekannte Information usw.) zu gliedern, die erstgestellten Satzglieder folglich als den ersten Teil zu analysieren und zu erklären, wie frei die Wortstellung ist. Zur Auswertung wurde eine statistische Methode über die quantitative linguistische Analyse verwendet.Da es davon ausging, dass die Arten, Erscheinungsformen der Satzglieder im Sinne von den tradierten grammatischen Klassifizierungen und die vorne Artikel und hinten additierten Partikeln innerhalb von ihnen auf die Erststellung einen Einfluss ausüben, wurden die solchen als empirische Analysegegenstände berücksichtigt.

In der Regel ist die Erststelle als eine Subjektstelle anzusehen. Aber es ist bezeichnend, dass der Satz hochfrequent mit den Adverbialbestimmungen in den analysierten vier Korpora KD, KK, SD und SK beginnt. Insbesondere ist die Vorkommenshäufigkeit der Adverbialbestimmung in SK der des Subjekts vorangegangen. Unter der Bedingung, dass fast alle Satzglieder gleichermassen erststellfähig sind, lässt sich das erstgestellte Subjekt auch als eine Folge einer Bewegung ansehen, indem es meistens mit dem bestimmten Artikel im Deutschen und mit der Topikpartikel im Koreanischen bezeichnet worden ist. Zu den Satzgliedern, die nicht oft an der Erststelle erscheinen, ist die Stelle hinter dem Finitverb im Deutschen und zwischen der Erststelle und dem Finit-Verb im Koreanischen geeignet. Natürlich soll eine solche Tendenz in vielerlei Hinsicht weiter identifiziert werden. Schliesslich kann man sagen, je weniger grammatisch notwendig ein Satzglied mit dem ausgenommenen Subjekt in den beiden Sprachen ist, desto erststellfähiger ist es: Subjekt > Adverbialbestimmung > Objekt > Prädikativum > Prädikativ.

Mithilfe der Vorkommenshäufigkeit der erstgestellten Satzglieder kann der tatsächliche Sprachgebrauch verallgemeinert werden. Dies führt teilweise zu einer praktischen Einsatzmöglichkeit der nötigen Modelle und Verbesserung, damit aus fremdsprachendidaktischer Sicht die sprachlernenden Schülerinnen und Schüler und die Lehrerpersonen selbstständig mit der Satzstruktur arbeiten können. Sonst ist es schwer, zu erkennen, um was und dann wie weit es sich um ein erstgestelltes Satzglied handelt.

Es ist fragwürdig, ob die Auswertungsergebnisse dieser Untersuchung alle Sorte von Korpustexten präsentieren, weil sie genrespezifisch unterschiedlich sein können.

Die Versuchskorpora bestehen aus den vielen gesammelten Teiltexten, die inhaltlich keinen gleichartigen Umfang enthalten. Wenn sie unter einem Titel geschrieben worden sind, könnten die Auswertungen wegen der engeren Zusammenhänge zwischen den Texten erfolgreicher zeigen, dass sich die erstgestellten Satzglieder auf die Topikalisierung, im Sinne von der Erststellung der alten bzw. bekannten Information, beziehen. Je mehr ein Text neu beginnt, desto wahrscheinlicher steht ein eine neue Information bezeichnendes Satzglied an der Erststelle.

Dazu sind die koreanischen Korpora diejenigen, die aus den deutschen übersetzt worden sind. Dies kann zum Teil zu einem Einfluss der deutschen Satzstruktur führen. Das heisst es können mindestens die erstgestellten Satzglieder im Deutschen auch an die Erststelle im koreanischen Satz weiter übertragen werden. Um dies auszuschliessen und eine objektive Gültigkeit zu gewinnen, ist es eindeutig besser, dass die übersetzende Quelle in die beiden Sprachen auf irgendeiner dritten Sprache beruht. Aber leider war keine solche Korpora bisher zu finden.

Infolge der riesigen Versuchsmengen wurde in dieser Arbeit nicht analysiert, was für ein gewisses Satzglied von den verschiedenen Satzgliedern, die einen Satz ausbilden, erstgestellt worden ist. Das besagt, ihre Beziehungen wurden nicht miteinander zusammen berücksichtigt. Es kann ebenso eine Beherrschung geben, wo sich nur das Element an die Stelle bewegen sollte, besonders wenn die mehr als zwei Adverbialbestimmungen oder Objekte in einem Satz stehen sollen.Schliesslich ist es aus der vorliegenden Analyse festzustellen, dass das (pro)nominale Subjekt im Allgemeinen mit dem bestimmten Artikel und mit dem Nullartikel im Deutschen und mit der Topikpartikel im Koreanischen erstgestellt ist. Dies entspricht hier dem deutschen Objekt. Hingegen wurde das koreanische Objekt nicht häufig an der Erststelle beobachtet und in Bezug darauf zeigten die beiden koreanischen Korpora überdies keine einheitlichen Ergebnisse. Es ist also ein zu lösendes Problem, ob das Objekt augenscheinlich wenig erststellfähig ist. Während die erstgestellten Temporal-, Kausal- und Lokalbestimmungen im Deutschen in Bezug auf den Artikel und das Pronomen mit der Ausnahme der Modalbestimmung eine gleiche Verteilung zeigten, wiesen die koreanischen Korpora einen anderen Aspekt hin, dass nur die Lokalbestimmung mit der Topikpartikel und die restlichen drei Adverbialbestimmungen am häufigsten mit der Adverbialpartikel vorgekommen sind.

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