Die Rolle des olfaktorischen Epithels in der initialen Phase der Infektion mit dem neurotropen Borna disease virus
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Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit wurde zusammenfassend gezeigt, dass das olfaktorische Epithel des Pferdes hinsichtlich morphologischer Struktur, zellulärer Bestandteile und Expressionsprofil der zellulären Marker sehr dem anderer Spezies wie Ratte und Pferd ähnelte, wobei speziesspezifische Unterschiede vor allem beim detaillierten Vergleich der verschiedenen Typen, wie sie von Bock et al. für den Hund beschrieben worden waren, auffielen. Insgesamt konnte eine signifikante Abnahme des olfaktorischen Epithels, welches in erster Linie auf den Nasenmuscheln lokalisiert war, in rostraler Richtung beobachtet werden. Durch die Infektionsversuche in vivo ließ sich nachweisen, dass eine initiale Virusvermehrung mit erfolgreicher Replikation, Transkription und Translation stattfand. BDV-N war dabei in allen untersuchten Zellen, virale genomische und mRNA jedoch nur in den juvenilen und adulten Neuronen sowie in den Nervenfasern und olfaktorischen Hüllzellen nachzuweisen. Die kann auf eine vermehrte Translation in den Stützzellen und in beiden Typen der Basalzellen hinweisen oder durch die Aufnahme viraler Proteine in diese Zellen sein. Der gleichzeitige Nachweis von BDV-N in den olfaktorischen Hüllzellen und im Gehirn deutet auf eine wichtige Rolle dieses Zelltyps während der Virusausbreitung ins ZNS hin. In vitro konnte ebenfalls gezeigt werden, dass nicht nur adulte olfaktorischen Neurone, sondern auch andere Zellen des olfaktorischen Epithels infizierbar sind. Durch die Co-Kultivierung mit zusätzlichen olfaktorischen Hüllzellen ließ sich nachweisen, dass diese Zellen in vitro die Transkription des BDV fördern, sodass dieser Zelltyp eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche Virusausbreitung in das Gehirn einzunehmen scheint. In dieser Arbeit konnte die Bedeutung des olfaktorischen Epithels während der initialen Phase der BDV-Infektion verdeutlicht werden. Nur mittels fundierter Kenntisse der Zytoarchitektur und des zellulären Expressionsprofils lassen sich zukünftig die zu untersuchenden molekularen Mechanismen und die Pathogenese der Infektion mit neurotropen Viren detailliert aufklären.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
