Evaluation eines modifizierten Auxanogramms zur Differenzierung von Malassezia-Hefen mittels ITS1-rDNA-Sequenzierung
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Zusammenfassung
Malassezia-Hefen sind die Ursache für eine Reihe dermatologischer Erkrankungen wie z.B. der Pityriasis versicolor. Ihre Klassifikation ist in den letzten Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt. Verschiedene phänotypische und molekularbiologische Nachweismethoden wurden zur Differenzierung unterschiedlicher Stämme entwickelt. Anhand dieser Studie wurde die Übereinstimmungsrate der Zuordnungen von Malassezia-Hefen zwischen der etablierten molekularbiologischen Methode nach Makimura et al. (2000) und der phänotypischen Differenzierungsmethodik von Gutsuz et al. mit modifizierter Fettsäure-Auxanografie, der Spaltung von Esculin, der Assimilation von Cremophor EL®, der Assimilation von 1b-Agar, einer Negativkontrolle auf Selektivagar für pathogene Pilze, einer Positivkontrolle auf modifiziertem Dixon-Agar, der Katalasereaktion und der Mikroskopie bestimmt sowie die Anwendbarkeit der modifizierten Fettsäure-Auxanografie nach Gutsuz et al. überprüft. Verwendet wurden 17 Referenzstämme sowie 26 aus Bürstenabstrichen erhaltene Wildkulturen der Spezies M. furfur, M. sympodialis, M. slooffiae, M. globosa, M. restricta, M obtusa und M. dermatis, welche anhand beider Verfahren den verschiedenen Spezies zugeordnet wurden. Die Übereinstimmung der Wildkulturen betrug 92 %, die der Referenzstämme 94 %. In dieser Arbeit konnte also gezeigt werden, dass die phänotypische Differenzierungsmethodik von Gutsuz et al. für die Identifikation von wichtigen Malassezia-Hefen anwendbar ist. So ist die die Differenzierung von M. furfur, M. sympodialis, M. pachydermatis und M. obtusa auxanografisch möglich sowie die Zuordnung von M. slooffiae, M. dermatis und M. globosa unter zusätzlicher Einbeziehung morphologischer Kriterien und der Katalasereaktion. Diese phänotypische Methodik bietet eine bedeutsame Alternative zu molekularbiologischen Methoden, besonders im Hinblick auf Entwicklungsländer, welche meist nicht über High-Tech-Geräte verfügen. Außerdem stellt die neu entwickelte Fettsäureauxanografie von Gutsuz et al. ein kostengünstiges Verfahren dar, welches auch im Routinelabor angewendet werden kann. Weiter wird in der vorliegenden Arbeit gezeigt, dass die Differenzierung der Malassezia-Hefen für die Behandlung von Malassezia-assozierten Krankheitsbildern eine entscheidene Rolle spielt. Außerdem werden die Vor- und Nachteile molekularbiologischer Nachweisverfahren und der Nutzen und die Zuverlässigkeit der von uns zur Differenzierung verwendeten ITS-1-Region aufgezeigt.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
