Die global ansteigende Zahl von Infektionen mit dem Equinen Arteritis Virus (EAV) lässt darauf schliessen, dass die Equine Virus Arteritis (EVA) zu den 'emerging diseases' gezählt werden kann. Ein schneller, präziser und zuverlässiger serologischer Test ist notwendig zur Einhaltung von Im- und Export-Bestimmungen und damit unerlässlich zur Prävention zukünftiger EVA-Ausbrüche.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war, einen verbesserten diagnostischen Test für EVA zu entwickeln, der neue Erkenntnisse bezüglich der humoralen Immunantwort von EAV infizierten Pferden berücksichtigt.
Ein unbehandeltes Zelllysat aus mit EAV Klon 030H infizierten BHK-21 Zellen wurde als Antigen für die Entwicklung von direkten ELISAs (d-ELISA) und competitiven ELISAs (c-ELISA) verwendet. Desweiteren wurden monoklonale und polyklonale Antkörper gegen die Strukturproteine GL, N, M und ein Nicht-Strukturprotein, nsp1, von EAV eingesetzt.
Die Herstellung eines nsp1-spezifischen monoklonalen Antikörpers (MAb), MAb 12A4, ermöglichte die Entwicklung eines c-ELISAs. Die gegen das GL Protein gerichteten MAbs wurden aufgrund unzureichender Signalgebung für einen Einsatz in einem c-ELISA ausgeschlossen. Letztendlich wurden MAb 12A4, 3E2 (anti-N) und ein monospezifisches Kaninchen anti-M Serum für den Einsatz in den verschiedenen c-ELISA Testmethoden ausgewählt. Eine Auswahl von 50 positiven und 50 negativen Pferdeseren, alle mittels Serumneutralisationtests (SN) vorgetestet, wurde im c-ELISA eingesetzt. Eine Inhibition von positiven Pferdeseren konnte lediglich mit dem gegen das M-Protein gerichteten anti Peptid Serum erzeugt werden. Dabei wurde eine Test-Spezifizität von 100% und eine Sensivität von 86% ermittelt; eine Regressionsanalyse der OD-Werte zeigte eine starke und signifikante Korrelation (r2 = 0.82) zu den Titern der Serumneutralisationstests derselben Seren. Die experimentelle Auswertung der Daten verschiedener c-ELISA Testmethoden deutet darauf hin, dass das M-Protein ein Hauptziel der Immunantwort von EAV infizierten Pferden ist. Dennoch erreichte keine der entwickelten c-ELISA Testmethoden eine mit dem SN-Test vergleichbare Sensitivität.
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