Diese Arbeit beschreibt die Entwicklung eines enzymimmunologischen Verfahrens zum Nachweis von Oxytetracyclin in Milch und Fisch.Hierzu wurde erstmals zur Immunogensynthese Oxytetracyclin (OTC) an Glukoseoxidase (GOx) mittels Formaldehyd (FA) gekoppelt. Alle drei Kaninchen reagierten mit der Produktion spezifischer Antikörper auf die Impfung. Mit dem Antiserum eines Kaninchens (Nr. 3) und unter Verwendung des mittels Glutardialdehydmethode gekoppelten Beschichtungsantigens OTC-BSA (GA, einstufig) konnten im indirekten Verfahren eine Nachweisgrenze von 3,8 ng/ml in Pufferlösung erreicht werden. Die Verdünnungsreihe der Standardkurve wurde dabei in 1,25% Magermilchpulver-PBS vorgenommen. Der Test wies eine hohe Spezifität auf und zeigte von den anderen fünf getesteten Tetracyclinen lediglich mit Doxycyclin eine Kreuzreaktivität von 1,9%. Eine Überprüfung der praktischen Anwendbarkeit erfolgte in den Lebensmitteln Milch (pasteurisierte Konsummilch) und Fisch (eingefrorene Lachs- und Kabeljaufilets). Durch einfache Entfettung und Verdünnung konnten die Proben direkt in dem entwickelten EIA eingesetzt werden. Mittels künstlicher Kontaminierung wurden Nachweisgrenzen und Wiederfindungsraten ermittelt. In der Probenmatrix Milch (Dotierungen zwischen 12,5 200 ng/ml) betrug die Nachweisgrenze 14 ng/ml, die Wiederfindungsraten lagen bei 78 - 134%. Fisch stellte sich als die problematischere Matrix heraus. Es konnte eine rechnerische Nachweisgrenze von 88 µg/kg ermittelt werden. Die Wiederfindungen lagen zwischen 102,6% und 247,3%. Bei Untersuchung der Fischproben konnte ein regressiver Verlauf der Wiederfindungen festgestellt werden, wobei Dotierungen im Bereich des MRL zu hohen Wiederfindungen weit über 100% führten.Der hier entwickelte EIA ermöglicht einen schnellen Nachweis von Oxytetracyclin in Milch, weit unter dem MRL von 100 µg/kg, und eignet sich aufgrund seiner einfachen Probenvorbereitung gut zum Einsatz als Routineverfahren.
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