Stressbewältigung und Lebensqualität im Bachelorstudiengang Psychologie

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Seit Einführung des Bachelor-/Mastersystems wird über die Mehrbelastung, die abnehmende Lebensqualität und die Zunahme psychischer Beeinträchtigungen bei Studierenden berichtet. Psychologiestudierenden (PS) werden einerseits eine studienbezogene Belastung, andererseits aber eine mindestens zufriedenstellende Lebensqualität, gesundheitsbewusstes Verhalten und hypothetisch ausreichende Stressbewältigungsstrategien (SBS) zugeschrieben. Eine empirische Querschnittsstudie untersuchte zu diesen Aspekt und deren Zusammenhänge insgesamt 143 PS im 1., 3. und 5. Semester der JLU Gießen. Verwendet wurden die Fragebögen Stressbewältigung und Lebensqualität im Studium (STQL-S), PSQ-20, ADS-K und SWE, zur statistischen Analyse wurden einfaktorielle ANOVA, Mann-Whitney-U-Tests, Kruskal-Wallis-Tests, Korrelationen nach Kendall-Tau-b, Kreuztabellen, Faktorenanalysen und t-Tests genutzt. PS mit einem hohen Stresserleben waren signifikant depressiver, hatten mehr Schlafstörungen und waren im Sinne der Überprüfung der Lebensqualität mit ihrer Freizeit, ihrem Freundeskreis und ihrer Partnerschaft unzufriedener. Bezüglich des Gesundheitsverhaltens waren sie signifikant unzufriedener mit ihrer Ernährung und ihrem Gewicht, aßen unregelmäßiger und unausgewogener und nahmen häufiger Medikamente ein. Zudem hatten diese eine niedrigere Selbstwirksamkeitserwartung, zeigten weniger angemessene Stressbewältigungsstrategien und waren an einer Kursteilnahme zur Stressbewältigung stärker interessiert. PS mit erhöhtem Stresserleben bauten Spannungen häufiger durch Mitnahme nach Hause und durch Gespräche mit Freunden und Familie und seltener durch Entspannung ab.Im Vergleich der Studienjahre (SJ) empfanden die PS des 2. SJs signifikant weniger Stress (PSQ-20) als die des 1. und 3. SJs. Außerdem hatten die PS des 3. SJs signifikant höhere Depressivitätswerte (ADS-K) als diejenigen des 2. SJs. Die Menge des konsumierten Alkohols nahm im Verlauf der SJ zu und war im 3. SJ signifikant höher als im 1.SJ, außerdem bestanden im 3. SJ im Vergleich zum 1.SJ. signifikant weniger Durchschlafstörungen. Männer konsumierten signifikant mehr und häufiger Alkohol, rauchten häufiger und hatten mehr Einschlafstörungen. Weibliche PS nahmen signifikant häufiger Spannungen mit nach Hause und bauten häufiger Spannungen durch Gespräche mit Freunden und Familie ab als ihre Kommilitonen. Bei deutlich erhöhten Stress- und Depressivitätswerten der PS ist das Erlernen von angemessenen Stressbewältigungsstrategien, z.B. Entspannungs- und kognitiven, Techniken studienbegleitend dringend erforderlich, um die Belastungen im prägenden Lebensabschnitt Studium zu reduzieren und für das Berufsleben vorzubereiten.

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