Um aktiv mit der Umwelt agieren und auf neue, unvorhergesehene Gegebenheiten reagieren zu können, ist es notwendig, dass Menschen ihre Überzeugungen anpassen und verändern. Sie müssen in der Lage sein zu entscheiden, welche Informationen sie beibehalten und welche sie bereit sind im Lichte neuer, widersprüchlicher Informationen aufzugeben. Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit der Frage wie Menschen Vorstellungen über die räumliche Anordnung von Objekten konstruieren und revidieren. In insgesamt fünf Kapiteln werden kognitive Verarbeitungsprozesse untersucht, die es Menschen ermöglichen Informationen mit räumlichem Inhalt zu verarbeiten, mental zu repräsentieren und zu manipulieren. In der Dissertation werden Befunde vorgestellt, die Aufschluss über die zugrundeliegenden kognitiven Prozesse sowie neuronalen Korrelate von Konstruktionen und Revisionen räumlicher Vorstellungen, geben. Menschen weisen in beiden Bereichen spezifische Präferenzen auf, die es ermöglichen ökonomische Prinzipen menschlicher Denkprozesse in einen übergeordneten Kontext zu bringen.
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