Polysialylierungsstatus am weiblichen Reproduktionstrakt der Katze und der Maus

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Die Polysialinsäure (PolySia) besteht aus mindestens acht alpha2,8-verknüpften Sialinsäuren und stellt in Säugern eine posttranslationale Modifikation von Glykoproteinen dar. Das prominenteste Trägerprotein ist das neurale Zelladhäsionsmolekül NCAM. Die mit dem Polysialylierungsgrad steigenden anionischen Eigenschaften von PolySia sind in der Lage die Zellinteraktion und kommunikation im gesamten Organismus zu beeinflussen. Bekannt ist hierfür v. A. die Neurogenese, wobei in den letzten Jahren auch in anderen Organen, insbesondere in Teilen des männlichen Reproduktionstrakts, PolySia nachgewiesen werden konnte. Hieraus resultierte die Fragestellung, ob sich PolySia auch im weiblichen Reproduktionstrakt identifizieren lässt. Um dieser Hypothese nachzugehen, wurden immunhistochemische Methoden, Western Blotverfahren, Expressionsnachweise mittels PCR, HPLC basierte Kettenlängenbestimmungen von PolySia sowie ein Zellkulturmodell mit primären Granulosazellen, angewendet.In den Untersuchungen, die dieser Dissertation zugrunde liegen, konnte gezeigt werden, dass PolySia auch auf apoptotische Prozesse einen wesentlichen Einfluss hat. Die Studien an felinem, ovariellem Gewebe ergaben, dass: PolySia auf der Zelloberfläche feliner Granulosazellen in atretischen Tertiärfollikeln präsent ist. PolySia nicht auf der Zelloberfläche feliner Granulosazellen früherer Follikelstadien oder proliferativen Follikeln vorkommt. NCAM-140 hierbei als Trägerprotein fungiert. die Polysialyltransferase St8SiaIV an der Polysialylierung beteiligt ist. Kettenlängen mit mehr als 60 Sialinsäuren synthetisiert werden können. die Anzahl der apoptotischen Zellen mit der Polysialylierung korreliert. Dabei führt eine in cellulo Stimulierung von Granulosazellen mit pLH zu einer Zunahme der Apoptose und Polysialylierung.Weiterhin wurden murine Proben hinsichtlich der Polysialylierung untersucht. Die Ergebnisse konnten zeigen, dass: PolySia in der Lamina propria mucosa der Tuba uterina in adulten Mäusen vorkommt. ovarielles Gewebe PolySia-negativ ist. Zusätzlich konnte an fetalem felinem und postnatalem murinem Gewebe immunhistologisch PolySia detektiert werden. Bei den Untersuchungen stellte sich heraus, dass: PolySia in Ovarien von fetalen Katzen gebildet wird. Als polysialylierte Zellen konnten histologisch Fibroblasten bzw. Fibrozyten identifiziert werden. PolySia in der Tunica muscularis der Tuba uterina postnataler Mäuse vorkommt. Schlussendlich zeigen die in Zusammenhang mit dieser Arbeit erhobenen Daten, dass polysialyliertes NCAM in verschiedenen Bereichen des weiblichen Reproduktionstraktes vorkommt und dass PolySia wohl eine stärkere biologische Bedeutung im Bereich der weiblichen Fertilität und Zellmodulierung zugeordnet werden kann, als bis dato angenommen.

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Giessen : VVB Laufersweiler Verlag

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