Einfluss verschiedener Silierfehler auf die Silagequalität auf Qualitätsmerkmale von Silagen aus Herbstaufwüchsen

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Silagebereitung dient dem Zweck nährstoffreiches Grundfutter, vor allem für die Winterfutterperiode, in größeren Betrieben auch zur ganzjährigen Stallfütterung, herzustellen. Da Silage einen Großteil einer Futterration von Wiederkäuern ausmachen kann, ist es wichtig, den Futterwert des Grünfutters so gut wie möglich zu erhalten und ein lagerfähiges Futter mit einer möglichst guten Silagequalität herzustellen. Gerade bei Herbstaufwüchsen, deren Bedeutung in den letzten Jahren auf Grund von Klimaänderungen zugenommen hat, besteht das Problem, dass unter unbeständigen Witterungsverhältnissen zu nasses und verschmutztes Gras geborgen werden muss. Des Weiteren unterliegen die Gehalte an wasserlöslichen Kohlenhydraten, die die Voraussetzung für eine ausreichende Milchsäuregärung und einen optimalen Gärprozess bieten, großen Schwankungen. Dies hat zur Folge, dass bei der Silierung von Herbstaufwüchsen verstärkt Fehlgärungen auftreten können, die zu verminderten Futterwerten führen. Aus diesem Grund wurden Herbstaufwüchse des Welschen Weidelgrases unter in der Praxis häufig auftretenden Silierfehlern einsiliert und auf Gärqualität und Futterwert untersucht. Dafür wurden Laborsilagen mit verschiedenen Silierfehlern erstellt. Es handelt sich dabei um Silagen, die mit zu hoher und zu niedriger Trockenmasse sowie verschmutzt einsiliert wurden. Da sich auch erhöhter Einsatz zuckerhaltiger Siliermittel nachteilig auf die aerobe Stabilität auswirken kann, wurden Varianten mit zusätzlichem Zucker versehen. Des Weiteren kann fehlerhaftes Siliermanagement großen Einfluss auf eine verminderte Silagequalität haben. Deshalb wurden auch Varianten erstellt, deren Ausgangsmaterial nicht richtig verdichtet wurde und weitere Silagen, deren Gärprozesse unter ständigem Lufteinfluss standen. Zur Feststellung der Gäreignung wurden nach dem Gärprozess die Gehalte an wasserlöslichen Kohlenhydraten in jeder fehlerhaften Silage bestimmt sowie die Gärqualität mit Hilfe des DLG- Bewertungsschlüssels zur Sinnenprüfung von Grassilage analysiert. Des Weiteren wurden die enzymlösbare organische Substanz, der Rohproteingehalt, das C/N- Verhältnis der Silagen und die Silierverluste bestimmt. Es hat sich gezeigt, dass die Silierfehler entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Silagen haben und bei gutem Siliermanagement durchaus gute Herbstsilagen hergestellt werden können, die eine hohe Verdaulichkeit und einen hohen Rohproteingehalt aufweisen. In der Literaturübersicht wird zum einen eine genauere Beschreibung der Silierfehler vorgenommen und die Besonderheiten von Herbstaufwüchsen aufgezeigt, zum anderen wird der Ablauf einer Gärung unter optimalen Bedingungen sowie die dabei beteiligten Mikroorganismen beschrieben. Auch wird auf den richtigen Verlauf des Siliermanagements hingewiesen, das die Voraussetzung für Silagen mit hohen Futterwerten darstellt. Ebenso wird auf Merkmale eingegangen, die herangezogen werden können, um die Konservierungseignung des Pflanzenmaterials und die Gärqualität zu beurteilen.

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