Modellierende Faktoren des Infektionsrisikos bei pflegebedürftigen Patienten

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Zusammenfassung

Ziel dieser Studie war es, zu erörtern, ob sich durch eine spezifische Schulung des Pflegepersonals neben einer verbesserten Mundhygiene auch eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes erzielen lässt und sich dieser in einer reduzierten Medikationslast widerspiegelt. Zur Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustandes diente die Medikationslast. Diese ergab sich aus der Gesamttagesanzahl an denen ein Bewoh-ner gemäß der üblichen heiminternen Dokumentation Medikamente verabreicht bekam.In Zusammenarbeit mit dem Hessischen Sozialministerium und der Landeszahnärztekammer Hessen wurden 24 nordhessische Pflegeheime unterschiedlicher Kategorien ausgewählt. Das Pflegepersonal der Interventionseinrichtungen wurde in halbjährlichen Abständen über zwei Jahre mittels eines Vortrages zur Mundhygiene, deren Umsetzung und systemischen Folgen mangelnder Mundhygiene von Schulungszahnärzten beschult. Eine Prüfzahnärztin erhob nach Abschluss aller Schulungen die Medikationslast, sowie Alter, Pflegestufe, Putzfähigkeit, Größe, Gewicht und Diagnosen der 183 Probanden. Nach Zuteilung der Medikamente in Analyse- bzw. Erkrankungsgruppen fand die statistische Auswertung mittels Hurdle-Modell statt.Durch die Schulung des Pflegepersonals konnte die Medikationslast zwar tendenziell, aber nicht signifikant verringert werden. Dies gilt für alle Erkrankungsgruppen, für die gemäß Literatur ein Zusammenhang zur Mundhygiene beschrieben wird. Die gezeigten Verbesserungstendenzen fielen hinsichtlich Atemwegserkrankungen am deutlichsten aus. Potenzielle Confounder wie die Einrichtung selbst, Alter, Geschlecht, Pflegestufe und Putzfähigkeit konnten als Zufallsfaktoren ermittelt werden.Ursachen für die entgegen der Literatur ermittelten Ergebnisse sind vorwiegend in der Methodik zu suchen. Lückenhafte Dokumentation, geringe Fallzahlen und eine ausschließlich theoretische Schulung des Pflegepersonals tragen dazu bei. Inwiefern die Medikationslast bei alten Menschen ein geeigneter Parameter ist, um ihren Gesundheitszustand zu messen, ist fraglich. Eine durch verbesserte Mundhygiene verbesserte Allgemeingesundheit kann durch altersbedingte Effekte überlagert werden. Dies gilt aufgrund ihrer Multimorbidität insbesondere für Pflegebedürftige.

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