Einfluss einer perinatalen Zearalenonbelastung auf die körperliche Entwicklung sowie labordiagnostische und spermatologische Parameter von Ebern

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Ziel der Untersuchung war es zu überprüfen, ob perinatal verabreichtes Zearalenon nachteilige Folgen auf die körperliche Entwicklung sowie Blut- und Spermaparameter von Ebern hat. Dazu wurde an tragende Jungsauen zwischen dem 101. Tag der Gravidität und dem 20. bzw. 21. Tag der Laktation eine definierte Menge Zearalenon verabreicht, während Kontrolltiere zearalenonfrei gefüttert wurden. Die Zearalenonbelastung betrug 1.500µg/kg Futter. Für die Untersuchung standen fünf männliche, zearalenonbelastete Ferkel sowie fünf unbelastete Ferkel als Kontrolltiere zu Verfügung. An diesen wurden bis zur 45. Lebenswoche körperliche, labordiagnostische und nach Eintritt der Geschlechtsreife auch spermatologische Parameter erhoben.Hierbei konnten folgende relevanten Ergebnisse erzielt werden: Beim Körpergewicht, Widerristhöhe und Körperlänge traten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen auf. Die Tiere der zearalenonbelasteten Gruppe hatten tendenziell größere Hoden, das Volumen des linken Hodens war sogar signifikant größer (p = 0,035). Bei den sonographisch am Hoden ermittelten Parametern konnten keine Gruppenunterschiede ermittelt werden. Im Differentialblutbild zeigten sich zwischen den beiden Gruppen nur minimale Unterschiede in der Erythrozyten- und Thrombozytenzahl sowie vom Thrombokrit. Bis auf die Aktivität der Kreatinkinase und das Gesamtbilirubin zeigten sich bei allen gemessenen Parametern der klinischen Chemie keine statistisch signifikanten Unterschiede. Die Östronsulfatkonzentration im Blut war präpubertär bei allen Tieren basal und stieg bei den zearalenonbelasteten Ebern nach Pubertätseintritt auf signifikant höhere Werte als bei den Kontrolltieren (p = 0,039). Die Konzentration von Östron und Testosteron zeigte keinen Gruppenunterschied. Bei keinem der gemessenen Ejakulatsparameter konnte ein negativer Einfluss der Zearalenonbelastung nachgewiesen werden. Die belasteten Eber zeigten sogar tendenziell ein besseres Ejakulat mit einer signifikant höheren Anzahl vorwärtsmotiler Samenzellen pro Ejakulat (p = 0,033).Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die perinatale Zearalenonbelastung der Eber, indirekt durch das Muttertier, keine negativen Folgen bei den heranwachsenden männlichen Ferkeln zu beobachten waren. Die belasteten Eber hatten sogar tendenziell ein höheres Körpergewicht, größere Hoden und mehr Spermien pro Ejakulat. Diese Parameter sind jedoch voneinander abhängig und ein ursächlicher Zusammenhang zu der Zearalenonbelastung ist nicht gesichert.Es konnte gezeigt werden, dass Zearalenon als endokriner Disruptor beim männlichen Ferkel im perinatalen Bereich in der verabreichten Dosierung von untergeordneter Bedeutung ist und die weitere Entwicklung und Fruchtbarkeit des Tieres nicht negativ beeinflusst.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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