Erhaltung der Population der Bentheimer Landschafe unter Minimierung der Inzucht und Berücksichtigung der Zucht auf Scrapie-Resistenz

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Das Ziel dieser Arbeit bestand erstens in der Überführung aller verfügbaren Herdbuchinformationen der 8 regionalen Zuchtverbände in eine einheitliche Datenbank für alle Bentheimer Landschafe in Deutschland, zweitens in der Berechnung von Parametern für die aktive Population (Inzucht und Allelfrequenzen der Prionproteine), sowie der Identifizierung der verbliebenen Bocklinien und schließlich der Entwicklung eines Zuchtprogramms, um die Inzucht unter Berücksichtigung der vorhandenen Bocklinien und der Scrapie-Resistenzzucht zu minimieren.Die gesamten verfügbaren Herdbuchinformationen aller 8 Zuchtverbände wurden auf zwei- bzw. mehrfache Eintragungen über die Verbände oder innerhalb der Verbände hin kontrolliert und anschließend in eine gemeinsame Datenbank übertragen. Die Zahl der eingetragenen Böcke reduzierte sich um 35 %, bei den Mutterschafen wurden nur 13 % der eingetragenen Tiere aufgrund von Doppeleintragungen gelöscht. Mithilfe der Abstammungsinformationen wurden die Bocklinien identifiziert und die Allelfrequenzen der Prionproteine bestimmt.Aktuell existieren insgesamt 2393 aktive Mutterschafe und 132 aktive Böcke. Diese ergeben eine effektive Populationsgröße von ungefähr 500. Der durchschnittliche Inzuchtkoeffizient aller in der Zucht aktiven Tiere mit einem Vollständigkeitsindex über 5 Generationen von 60 % beträgt 4,2 %. Es besteht ein geringer Anstieg der durchschnittlichen Inzucht von 1990 bis 2007. Bei den aktiven Böcken existieren nur noch 6 der ursprünglich 9 Bocklinien. Die P- und H-Linie sind stark vertreten, während die anderen 4 Linien jeweils nur etwa 4-15 Nachkommen unter den aktiven Böcken haben. Dies kann vor allem durch die strenge Selektion auf das bevorzugte ARR-Allel innerhalb der letzten 3 Jahre erklärt werden. Die ARR-Allelfrequenz stieg in der Population von ursprünglich 6 % auf 42 % innerhalb der aktiven Böcke und auf 32 % innerhalb der aktiven Mutterschafe an.Die Implementierung der einzelnen Herdbuchdaten der Verbände in eine einheitliche Datenbank zur Berechnung von Populationsparametern (Inzucht und Allelfrequenzen) war aufgrund der doppelten bzw. mehrfachen Eintragungen der Tiere mit wechselnden Identifikationen über oder sogar innerhalb der Zuchtverbände eine sehr komplexe Aufgabe. Eine strikte Selektion auf das ARR-Allel, besonders in dieser kleinen Population, die von Anfang an eine niedrige Frequenz des gewünschten ARR-Allels aufwies, kann sehr schnell zum Verlust wertvoller Bocklinien führen. Nur ein Zuchtprogramm für die gesamte Population mit dem Ziel, die Inzucht zu minimieren und alle Bocklinien zusätzlich zur Selektion auf Scrapie-Resistenz zu erhalten, kann die Population mit der höchstmöglichen genetischen Variabilität erhalten.

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