Die diagnostische Wertigkeit von Copeptin in einer dualen Markerstrategie mit hochsensitiv gemessenem Troponin bei Patienten mit Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom - eine Metaanalyse
Copeptin hat sich bereits in einer dualen Markerstrategie mit konventionellen, nicht hoch-sensitiven Troponin-Assays zum frühen Ausschluss eines MIs bewährt. Die vorliegende Metaanalyse soll eine duale Markerstrategie von Copeptin und hoch-sensitiven Troponin-Assays (hs-cTn) bewerten.Es wurden Daten von vier Studien, in die insgesamt 2576 Patienten mit Verdacht auf AMI eingeschlossen wurden, untersucht.In den vier Studien wurden für die jeweiligen AUROCs (Area under the curve in the receiver operator characteristic) Werte von 0,851 bis 0,955 für die Identifizierung eines AMI berechnet. Bestimmte man Copeptin zusätzlich zu Troponin, so verbesserte sich die AUROC in drei von vier Studien (AUROC von 0,881 bis 0,965; p<0,01; p<0,01; p=0,02; p=ns). In der Metaanalyse der individuellen Patientendaten zeigte sich eine Verbesserung der AUROC von 0,908 auf 0,924 (pMETA=0,02). Diese AUROC Steigerung basiert auf einer signifikanten Verbesserung der Sensitivität (pMETA=0,03). Sobald man die Metaanalyse auf Patienten mit Symptombeginn innerhalb von sechs Stunden vor Aufnahme beschränkte, konnte man eine Optimierung der Sensitivität von 82% auf 91% beobachten (pMETA= 0,02).Es wurde somit durch die vorliegende Arbeit nachgewiesen, dass man mit der Analyse von Copeptin in einer dualen Markerstrategie in Kombination mit hs-cTn einen robusten zusätzlichen diagnostischen Wert erhält, der dem frühen Ausschluss eines Myokardinfarktes dienlich ist.
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