Prävalenz schlafbezogener Atmungsstörungen bei Patienten mit klinisch stabiler, schwerer systolischer Linksherzinsuffizienz

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Die Schlafapnoe ist laut US-Amerikanischen Studien eine häufige Begleiterkrankung bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Als vorherrschender Typ der Schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) wurde bei dieser Patientengruppe wiederholt die Cheyne-Stokes Atmung (CSA) beschrieben. Um die Prävalenz von schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) bei Patienten mit Herzinsuffizienz auch in Deutschland zu untersuchen, wurde eine multizentrische Studie mit 203 Patienten durchgeführt. Alle teilnehmenden Personen litten unter einer stabilen Herzinsuffizienz mit Zugehörigkeit zum NYHA-Stadium II oder III und einer Ejektionsfraktion (LVEF) < 40%. Nach Ausfüllen eines Fragebogens wurden die Probanden mittels einer Polygraphie untersucht. Sämtliche Daten wurden im Studienzentrum in Giessen zusammengefasst und ausgewertet. Die Patienten wurden unabhängig von schlafbezogenen Symptomen rekrutiert. Die Mehrheit der Patienten war männlichen Geschlechts und in stationärer Behandlung. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 65 Jahre. beta-Rezeptorenblocker und ACE-Hemmer / AT-II-Rezeptorenblocker wurden von 90% bzw. 91% der Untersuchten eingenommen. Bei 71% (n=145) der Studienteilnehmer wurde ein Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) > 10/h festgestellt und damit eine Schlafapnoe diagnostiziert. An einer obstruktiven Schlafapnoe litten 43% (n=88) der Probanden und die Cheyne-Stokes Atmung wurde in 28% (n=57) beobachtet. Im Vergleich mit vorangehenden Studien dominiert in dieser Untersuchung das Auftreten der OSA über dem der CSA. Dieser Unterschied könnte u.a. auf Differenzen in den Untersuchungsmethoden oder auf die verbesserte Pharmakotherapie in den letzten Jahren zurückzuführen sein. Ebenso mögen ethnische Einflüsse eine Rolle spielen. Zusammenfassend ist die Prävalenz von SBAS bei Patienten mit stabiler Herzinsuffizienz auch in der europäischen Bevölkerung sehr hoch. Da die CSA sowie die OSA eine erhebliche negative Auswirkung auf die Entwicklung einer Herzinsuffizienz haben, sollte bei jedem Betroffenen mit einer LVEF < 40% eine nächtliche Polygraphie durchgeführt werden

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