Schätzung der absoluten Anzahl von Alveolarepithelzellen Typ 2 in Mauslungen : ein Vergleich zwischen Stereologie und Durchflusszytometrie

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Das Zählen und Schätzen von Zellen sind Aktivitäten, die routinemäßig sowohl in der medizinischen Diagnostik als auch in der Zell- und Molekularbiologie durchgeführt werden. Oftmals verlassen sich die Untersucher auf relative Zellzahlen. Das bedeutet beispielsweise, dass die Menge eines geschätzten Zelltyps entweder ins Verhältnis zu einem Gewebevolumen, zu einer bestimmten Querschnittsfläche oder zu anderen Zellen gesetzt wird. In Studien, in denen allerdings insbesondere die Organentstehung und -entwicklung aber auch der pathologische Umbau und die Reparatur eines Gewebes erforscht werden, können sich sowohl das Volumen, als auch die Zellmenge und -zusammensetzung in dem untersuchten Gewebeabschnitt sehr schnell und in großem Umfang verändern. In diesem Fall könnte die erwartungstreue Schätzung der absoluten Anzahl eines bestimmten Zelltyps aufschlussreicher sein. Zu diesem Zweck dient die Stereologie als der Goldstandard, ist jedoch eine vergleichsweise arbeitsintensive und zeitaufwendige Methode. Aus diesem Grund sollten in dieser Arbeit alternative Methoden zur Schätzung von absoluten Zellzahlen untersucht werden. Die Durchflusszytometrie wurde als eine solche schnelle und weniger arbeitsintensive Methode in Erwägung gezogen, die die Stereologie ersetzen könnte. Deshalb wurden die Stereologie als der Goldstandard und die Durchflusszytometrie als die alternative Methode miteinander verglichen und zwar bei der Schätzung der absoluten Anzahl von Alveolarepithelzellen Typ 2 (AEZ2) in den Lungen von zwei Mausstämmen: in den Wildtyp-Mäusen C57BL/6J und in den Sftpc-YFP Mäusen.Unter Verwendung der Durchflusszytometrie wurden in beiden Mausstämmen erheblich weniger AEZ2 geschätzt. Für die Wildtyp-Mäuse C57BL/6J wurden mithilfe der Durchflusszytometrie 41 % weniger AEZ2 im Vergleich zur Stereologie geschätzt (6,3 ± 1,2 Millionen versus 10,7 ± 1,4 Millionen). Für die Sftpc-YFP Mäuse wurden bei Gebrauch der Durchflusszytometrie sogar 77 % weniger AEZ2 im Vergleich zur Stereologie geschätzt (2,1 ± 0,4 Millionen versus 9,0 ± 0,7 Millionen). Diese Daten legen nahe, dass bei der Durchflusszytometrie der Zellgewinn aus dem dissoziierten Lungengewebe beeinträchtigt sein könnte, was zu einer niedrigeren Schätzung der absoluten Anzahl von AEZ2 führt. Das Fazit dieser Studie ist, dass die Stereologie die Methode der Wahl bei der erwartungstreuen Schätzung der absoluten Anzahl von Zellen in einem Organ bleibt.

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