Zonenspezifische Ergebnisse ein und zwei Jahre nach matrixgekoppelter autologer Chondrozytenimplantation bei isolierten Knorpelschäden am Kniegelenk

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Die adäquate Behandlung von chondralen Gelenkdefekten ist aufgrund des geringen regenerativen Potentials von Knorpelgewebe nach wie vor problematisch. Die matrixgekoppelte, autologe Chondrozytenimplantation (MACI) ist ein Knorpelersatzverfahren, welches, basierend auf der Idee der Expansion von körpereigenen Knorpelzellen auf einer Kollagenmembran und deren Implantation in den Gelenkdefekt, von spezialisierten Zentren angewandt wird. Diese klinisch kontrollierte, prospektive Studie sollte klären, ob es möglich ist, mittels MACI die Gelenkfunktion bei geschädigtem Gelenkknorpel wiederherzustellen und klinische Erfolge nach bis zu zwei Jahren nachzuweisen. Ein weiteres Ziel war es zu prüfen, ob zonenspezifische Unterschiede zwischen den medialen, lateralen oder patellar-trochlearen Kompartimenten bestehen. Im Zeitraum von März 2000 bis November 2008 wurden 67 Patienten mit isolierten Knorpeldefekten dritten und vierten Grades nach Outerbridge am Kniegelenk mit MACI behandelt. Diese Patienten wurden in Nachuntersuchungen begleitet, wobei nach einem Jahr die Daten von 48 Patienten und nach zwei Jahren die Daten von 37 Patienten erhoben werden konnten. Als Grundlage der postoperativen Datenerhebung dienten drei unterschiedliche subjektive Schmerz- und Funktionsscores: der Meyers-Score, der Tegner-Lysholm-Score und der Lysholm-Gillquist-Score. Die postoperativen Ergebnisse nach sechs, zwölf und 24 Monaten wurden dokumentiert und mit den präoperativen verglichen. Dabei interessierten wir uns insbesondere für lokalisationsabhängige Unterschiede, den Einfluss von Alter und BMI auf das Behandlungsergebnis und den Behandlungserfolg in Abhängigkeit von der Defektgenese. Alle drei Scores zeigten in der individuellen Endpunktanalyse nach sechs Monaten eine signifikante Verbesserung gegenüber dem präoperativen Untersuchungsergebnis, wobei nach einem Jahr ein Plateau erreicht wurde. Interessanterweise hatten Defektlokalisation, Alter, BMI und Defektgenese keinen Einfluss auf den Behandlungserfolg. Insgesamt kam es bei drei Patienten zu einer symptomatischen Regenerathypertrophie in retropatellarer Lokalisation, welche nach arthroskopischem Débridement reversibel war. Unsere Studie konnte zeigen, dass die Behandlung von isolierten Knorpelschäden am Kniegelenk mit MACI zu einer subjektiven Funktionsverbesserung führt und zwar unabhängig von Defektlokalisation, Alter, BMI und Defektgenese. Die MACI ist eine effektive Lösung für die Behandlung von großen Knorpelschäden am Kniegelenk, wobei es prospektiver, randomisierter, kontrollierter Langzeitstudien bedarf, um Aussagen über die Beeinflussung der Arthroseentwicklung treffen zu können.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform