Das Virus der porzinen epidemischen Diarrhö : Charakterisierung mittels reverser Genetik

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Die porzine epidemische Diarrhö (PED) ist eine weltweit auftretende, wirtschaftlich bedeutsame Erkrankung des Schweines und wird durch das Virus der porzinen epidemischen Diarrhö (PEDV) verursacht. Das Auftreten hochvirulenter Stämme in Asien und den USA mit Mortalitätsraten um 100 % bei Saugferkeln hat in den letzten Jahren zu großen ökonomischen Verlusten in Schweinebetrieben geführt. Um eine Differenzierung dieser hochvirulenten von klassischen oder schwachvirulenten Stämmen zu ermöglichen und effiziente Vakzinen herstellen zu können, ist die Identifizierung von Virulenzfaktoren und biologischer Marker der unterschiedlichen Varianten notwendig. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen dieser Arbeit ein revers-genetisches System für ein hochvirulentes US-Feldisolat etabliert. Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt: Zur Herstellung eines infektiösen Klons wurde das komplette Genom von PEDV Minnesota (MN), basierend auf der Datenbanksequenz, in überlappenden cDNA-Fragmenten synthetisiert und in das Vacciniavirusgenom als Vektor eingeführt. 2) Die Generierung rekombinanter Viren auf Basis der kompletten PEDV-MN-Datenbanksequenz war nicht erfolgreich. Durch Mutationen in der 5 UTR und dem S-Gen konnten essentielle Nukleotide bzw. Aminosäuren im PEDV-MN-Genom identifiziert werden, die einen erfolgreichen Rescue und In-vitro-Kultivierung ermöglichten. Somit wurde ein geeignetes System zur Herstellung rekombinanter PEDVs etabliert.3) Durch Infektion von neugeborenen Ferkeln wurde anschließend evaluiert, ob das, ausgehend vom cDNA-Klon hergestellte, recPEDV-MN in der Lage war, PED auszulösen. Außerdem wurde der Einfluss des S-Proteins auf die Virulenz in vivo untersucht. Dazu wurden Ferkel mit einem recPEDV-MN, bei dem SMN durch das S-Gen des zellkulturadaptierten Stammes CV777 ersetzt worden war, infiziert. 4) In einem weiteren Tierversuch wurde die Rolle von ORF3 in der Virulenz von PEDV untersucht. Zu diesem Zweck erhielten SPF-Ferkel recPEDV-MN mit einer Deletion in ORF3, die in einem trunkierten Genprodukt resultiert, als Inokulum.Die Ergebnisse der Tierversuche zeigten, dass recPEDV-MN mit Modifikationen in der 5 UTR und dem S-Gen in der Lage war, PED mit schweren klinischen Symptomen auszulösen. Weiterhin resultierte der Austausch von SMN durch SCV777 in einer Attenuierung von recPEDV. Die Zerstörung von ORF3 führte dagegen nicht zu einer Attenuierung von recPEDV. Daher spielt Gen 3 keine Rolle für die Virulenz in vivo.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das im Rahmen dieser Arbeit etablierte revers-genetische System erfolgreich zur Identifizierung von Virulenzfaktoren von PEDV eingesetzt werden kann.

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Giessen : VVB Laufersweiler Verlag

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