Histomorphometrischer Vergleich des Blutgefäßsystems norm- und hypoxischer geburtsreifer Schafplazenten : Eine computergestützte bildanalytische Studie

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2002

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Anhand ausgewählter Parameter wurden erstmals bei einem epitheliochorialen Plazentatyp morphologische Unterschiede in dengeburtsreifen Plazenten zweier Schafpopulationen (Tieflandtiere/Hochlandtiere) mit Hilfe von computergestützter Bildanalyselichtmikroskopisch untersucht. Die Messungen wurden interaktiv und automatisch unter Zuhilfenahme eines bildanalytischenComputersystems erfasst und ausgewertet. Hochlandschafe zeigen im Vergleich zu Tieflandtieren ein signifikant ausgeweitetes, fetales Gefäßbett und lassen einen Trend zu einemerweiterten maternalen Gefäßbett erkennen. Die Anzahl der getroffenen Gefäßquerschnitte steigt tendenziell im Höhenvergleich bei denfetalen Gefäßen, während eine tendenziell geringere Anzahl maternaler Gefäßquerschnitte gemessen wird. Der Durchmesser der Gefäßesteigt bei fetalen Gefäßen signifikant, bei maternalen kann ein Trend zu größeren Gefäßen nachgewiesen werden. Das Verhältnis zwischenGefäßen und Gewebe im Kotyledonenanteil der Schafplazenta ändert sich signifikant zugunsten der Gefäße. Im Karunkelanteil derSchafplazenta kann eine Tendenz hierzu bestätigt werden. Während sich die maternalen Septen tendenziell etwa äquivalent zurgewonnenen Gefäßfläche ausdehnen, tendiert die fetale Zottenfläche trotz des massiv gesteigerten Gefäßvolumens zu geringerenFlächenwerten. Die minimale Distanz zwischen maternalem und fetalem Blutraum oder der Plazentarschranke verringert sich signifikant von den Tiefland-zu den Hochlandschafen. Im Vergleich zum Menschen kann beim Schaf der maternale Blutraum aufgrund seines geschlossenenBlutgefäßsystems exakter quantifiziert werden. Abgesehen davon sind die hier vorgelegten Ergebnisse aber ähnlich denen, die bei derhämochorialen Plazenta des Menschen anzutreffen sind. Auch das Meerschweinchen zeigt ein ähnliches fetales Kapillarwachstum wie Mensch und Schaf. Dieses ist aufgrund der Unterschiedezwischen dem hämochorialen Lakunensystem des Meerschweinchens und dem villösen Plazentatyp, den Mensch und Schaf gemeinsamhaben, allerdings nur eingeschränkt übertragbar. Die morphologischen Übereinstimmungen von Schaf und Mensch, insbesondere die bei beiden innerhalb von Zotten gelegene fetaleVaskularisation, prädestinieren die Schafplazenta als Studienobjekt für den Menschen in ausgewählten Fragestellungen.

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