Kombinierte Anwendung von Stickstoffmonoxid und Almitrin bei thoraxchirurgischen Eingriffen unter Ein-Lungen-Beatmung

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In der modernen Thoraxanästhesie kommt der Ein-Lungen-Beatmung eine große Bedeutung zu. Trotz differenzierter Narkoseführung kommt es, bedingt durch die Ausbildung eines intra-pulmonalen Rechts-Links-Shunts über die nicht beatmete Lunge, während der Ein-Lungen-Beatmung immer wieder zu bedrohlichen Hypoxämien.Ziel der vorliegenden Arbeit war die Beantwortung der Frage, ob die beim ARDS erprobte Anwendung von NO und Almitrin auch unter OLV eine Verbesserung der Oxygenierung bewirken kann.In die Studie eingeschlossen wurden 32 Patienten, die sich an unserer Klinik einer elektiven Lobektomie unterziehen mussten. Die Patienten erhielten randomisiert, doppelt-verblindet entweder 100 mg Almitrin oder Placebo zwei Stunden präoperativ per os. Intraoperativ erfolgte die Inhalation von NO bzw. Luft in randomisierter Reihenfolge nacheinander bei jedem Patienten im Sinne eines Cross-Over-Designs, die Parameter der Oxygenierung, der Hämodynamik sowie die Ventilations-Perfusions-Verteilung wurden zu 4 Messzeitpunkten (TLV vor OP, OLV ohne NO, OLV mit NO, TLV nach OP)mittels multiple inert gas elimination technique (MIGET) bestimmt.In beiden Gruppen zeigte sich eine Verbesserung der Oxygenierung und der Ventilations-Perfusions-Verteilung im Sinne einer Shuntreduktion nach der 15-minütigen Inhalation von 10 ppm NO. Eine signifikante Interaktion zwischen Almitrin und NO-Inhalation ließ sich nicht nachweisen, die Gabe von 100 mg Almitrin per os zwei Stunden präoperativ führte zu keiner weiteren Verbesserung der Oxygenierung.Die beobachteten NO-Effekte stehen teilweise im Widerspruch zu anderen Studien, die keine Verbesserung der Oxygenierung durch NO unter OLV beobachten konnten. Unseres Erachtens mag die Ursache hierfür in den zu hoch gewählten NO-Dosierungen liegen, die aus der ARDS-Behandlung übernommen wurden, während niedrigere NO-Dosierungen bis maximal 10 ppm den pathophysiologischen Unterschieden zwischen ARDS und OLV nach aktueller tierexperimenteller Studienlage eher Rechnung tragen.Den fehlenden Almitrin-Effekt führen wir in erster Linie darauf zurück, dass wir aus genehmigungsrechtlichen Gründen leider gezwungen waren, auf die orale Applikationsform zurück-zugreifen, die sich unter der präoperativen Nüchternheitssituation durch eine deutlich verzö-gerte und individuell schwer vorhersagbare Resorptionskinetik auszeichnet. Weitere Studien mit parenteraler Applikation erscheinen uns aufgrund vielversprechender eigener tierexperimenteller Arbeiten und der aktuellen Literatur empfehlenswert.

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