Exokrine Pankreasinsuffizienz bei Hunden : Toleranz- und Wirkungsstudie mit Pankreatin (Albrecht): Retrospektive Untersuchungen zur Prognose und Überlebenszeit

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In der Gesamtheit befasste sich das Dissertationsvorhaben mit den verschiedenen Aspekten der Behandlung der EPI, die jeweils in Substudien unterteilt wurden.Vor dem Hintergrund der Überprüfung der Wirksamkeit des Enzympräparates Pankreatin (Albrecht) wurde an 8 gesunden Hunden in einer Toleranzstudie (1. Substudie) die Gabe der Einfach-, Zweifach- und Dreifachdosis über bestimmte Zeiträume untersucht. Grundlage für die darauf folgende Wirkungsstudie (2. Substudie) war die erwiesene Unbedenklichkeit von Pankreatin. Die Toleranzstudie ergab keine nachweisbaren Wirkungen von Pankreatin auf Vitalfunktionen und Routineparameter der Labordiagnostik. Auf der Basis der erwiesenen Verträglichkeit konnten die Patienten für die Wirksamkeitsstudie ausgewählt werden (Direktive 2001/82/EC, Teil 8: Wirksamkeitsstudien). Für die Untersuchung der Wirksamkeit von Pankreatin wurden 15 an EPI erkrankte Hunde mithilfe eines veterinärmedizinischen Labors anhand der TLI-Werte (<1µg/l) ausgewählt und über einen bestimmten Zeitraum mit dem Präparat behandelt und beobachtet. Die Besitzer der Hunde füllten täglich einen Beobachtungsbogen bezüglich Parameter, wie z.B. Kotbeschaffenheit, Appetit, Allgemeinbefinden und Gewicht aus. Ein Hund musste aufgrund Hautirritationen aus der Studie ausscheiden. Eine Überprüfung des Zusammenhangs mit Pankreatin fand nicht statt. Bei 64% der teilnehmenden Hunde verbesserte sich die Kotkonsistenz. Die Gabe von Pankreatin hatte einen hochsignifikanten (p<0,0001) Einfluss auf das Körpergewicht der Hunde in Form einer erwünschten Gewichtszunahme und somit eine nachweisbare Wirkung erzielt. Auch in dieser Studie wurden keine Nebenwirkungen festgestellt.In der retrospektiven Studie (3. Substudie) wurde unabhängig von der 1. und 2. Substudie eine Population von EPI-erkrankten Hunden eines bestimmten Zeitraums hinsichtlich der Prävalenz Rate, der Therapie und des Therapieerfolges, sowie der Überlebenszeit und der Prognose untersucht. Hierfür wurden ebenfalls in Zusammenarbeit mit veterinärmedizinischen Laboren Hunde ausgewählt, die mindestens 1,5 Jahre vor Studienbeginn mit einem TLI-Wert <2,5 µg/l getestet wurden. Die behandelnden Tierärzte wurden telefonisch kontaktiert und mittels eines standardisierten Fragebogens zu den Patienten befragt. Es wurden insgesamt 61 Hunde in die Studie aufgenommen, wobei der DSH deutlich über repräsentiert war. Insgesamt waren weibliche Hunde öfter vertreten. Das Durchschnittsalter bei Diagnose lag bei 5 Jahren (± 3,2 Jahre) und die Überlebenszeit betrug im Mittel 2,2 Jahre. Das am häufigsten verwendete Enzympräparat war Pancrex Vet (Pfizer), wobei es keinen signifikanten Unterschied zwischen den einzelnen Enzympräparaten hinsichtlich des bewerteten Therapieerfolgs sowie der Überlebenszeit gab. Hunde, die in jüngerem Alter diagnostiziert wurden, hatten eine hoch signifikant (p<0,001) längere Überlebenszeit. 42,6% der Hunde bekamen neben der Enzymtherapie eine medikamentelle Zusatztherapie, wobei die Cobalaminsubstitution deutlich unterrepräsentiert war (8%). Knapp zwei Drittel der Hunde wurden nach der Diagnose mit speziellem Diätfutter ernährt. Der Therapieerfolg wurde in 57,4% aller Fälle als gut bewertet und in 24,6% der Fälle als mäßig. Hinsichtlich der unterschiedlichen Enzympräparate gab es keine signifikanten Unterschiede bezüglich Überlebenszeit und Therapieerfolg. Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Prognose für Hunde mit EPI fraglich ist.

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Erstpublikation in

Giessen : VVB Laufersweiler 2011

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