Klinische, radiologische und histologische sowie immunhistologische Untersuchung auf MMP-2, -8, -9 und TIMP-1 bei der Parodontitis des Hundes

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Die Literaturübersicht der vorgelegten Arbeit behandelt die Anatomie von Gebiss und Zähnen des Hundes und die Bedeutung, Pathogenese sowie die klinischen, radiologischen und histologischen Auffälligkeiten und Einteilungsmöglichkeiten der kaninen Gingivitis und Parodontitis. Zudem wird ein Überblick über die Gruppe der Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) und deren wichtigsten Inhibitoren (Tissue Inhibitors of Metalloproteinases, TIMPs) gegeben und deren Nachweis im Zusammenhang mit einer Gingivitis und Parodontitis bei Hund und Mensch beschrieben.Es wurden insgesamt 40 Reiß- und Mahlzähne von 22 Hunden zunächst klinisch und radiologisch untersucht. Anschließend erfolgte die histologische Aufarbeitung, wozu die Zähne auf Höhe der mesialen und distalen Wurzel sowie auf Höhe der Furkation in bukko-lingualer bzw. bukko-palatinaler Richtung geteilt und mittels EDTA entkalkt wurden. Für die histologische Beurteilung wurden die angefertigten Schnitte mittels Hämatoxylin/Eosin (HE) gefärbt. Zudem erfolgte eine immunhistochemische Untersuchung auf MMP-2, -8 und -9 sowie TIMP-1 mittels Avidin-Biotin-Peroxidase-Komplex-Methode. Zusammenfassend werden die klinischen, radiologischen und histologischen Veränderungen im Rahmen von spontan aufgetretenen Gingivitiden und Parodontitiden beim Hund beschrieben und mit der Literatur verglichen. Anhand der durchgeführten Arbeit kann gezeigt werden, dass die kanine Gingivitis und Parodontitis durch die histologische Untersuchung früher erkannt und genauer klassifiziert werden kann, als in der routinemäßig durchgeführten klinischen und radiologischen Untersuchung. Die bekannten Klassifizierungen sollten nach Meinung der Autorin für die histologische Untersuchung durch die ausschließliche Randsaumgingivitis ergänzt werden. Neben den typischen entzündlichen Veränderungen der Gingiva und dem Abbau von Alveolarknochen zeigen histologisch auch weitere Strukturen von Zahn und Zahnhalteapparat Veränderungen im Zusammenhang mit einer Parodontitis. Für den lebenden Patienten hat die histologische Untersuchung aufgrund der notwendigen Extraktion des Zahnes mit dem Zahnhalteapparat keine Bedeutung, obwohl sie nützlich für die Einteilung und für das Verständnis von mikroskopischen Veränderungen im Rahmen einer Parodontitis ist. Die so erworbenen Informationen könnten bei der Behandlung zukünftiger Patienten helfen.

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