Vergleich der diffusionsgewichteten Magnetresonanztomographie und pathohistologischer Untersuchung degenerativer Rückenmarkserkrankungen am Beispiel der degenerativen Myelopathie

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Die degenerative Myelopathie (DM) ist eine idiopathische Erkrankung älterer, großwüchsiger Hunderassen, die insbesondere bei Tieren des Schäferhund-Typs auftritt. Im Rahmen der DM kommt es im thorakolumbalen Rückenmark betroffener Tiere zu einer Demyelinisierung langer Faserbahnen und einer Degeneration der Axone. Klinisch zeigt sich bei betroffenen Tieren eine progressive Ataxie sowie eine Hyperreflexie der Hintergliedmaßen. Ein Nachweis der DM mittels zuverlässigem Gentest, Untersuchung des Liquor cerebrospinalis oder Schnittbilddiagnostik im Sinne einer Magnetresonanztomographie ist zum jetzigen Stand der Wissenschaft nicht möglich, so dass es sich um eine Ausschlussdiagnose handelt, welche nur mittels pathohistologischer Untersuchung des Rückenmarks betroffener Patienten post mortem bestätigt werden kann. Ziel der vorliegenden Studie ist die Feststellung von Veränderungen des Diffusionsverhaltens der Rückenmarksproben mittels 3 Tesla MRT und gefundene Veränderungen mit pathohistologischen Befunden der Proben zu vergleichen. Hierfür wurden je drei thorakolumbale Rückenmarkspräparate von 6 klinisch für DM verdächtigen Tieren (Gruppe 1) und von 4 neurologisch unauffälligen Tieren (Gruppe 2) mit Hilfe einer Handgelenksspule untersucht. Bei der verwendeten Sequenz handelt es sich um eine modifizierte ep2d_diff-phase_murks mit den b-Werten 500, 1000 und 1500. Anschließend erfolgte eine pathohistologische Untersuchung der Einzelproben zur Diagnosestellung und Graduierung der degenerativen Veränderungen. Es konnte aufgezeigt werden, dass eine Vielzahl von Pathologien Veränderungen des Diffusionsverhaltens hervorrufen können. Eine Korrelation zwischen den mikroskopischen Untersuchungen und der Darstellung mittels DWI konnte nicht gefunden werden. Eine sichere Diagnostizierung pathohistologischer Veränderungen nur anhand der DWI scheint ebenfalls nicht möglich. Besonders ist auf die Gefahr eines physiologischen DW-Bildes bei hochgradigen Veränderungen der Nervenstrukturen hinzuweisen. Desweiteren ist alleine mit der DWI eine Abgrenzung von Hyperintensitäten der grundlegenden T2 Aufnahme nicht möglich.Die Erweiterung der reinen DWI zu einem diffusionsgewichteten Tensor (DTI) mit einer Bilddarstellung als Traktographie scheint Läsionen mit Kontinuitäts-unterbrechung sicherer darstellen zu können. Da diese Technik jedoch auch auf dem Diffusionsverhalten des Gewebes beruht, müssen spezifische Faktoren (wie der Proteingehalt einer Probe, das Vorhandensein von Gliosen oder Ödemen sowie mögliche Artefaktdarstellungen) bei der Bildinterpretation berücksichtigt werden.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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