Anatomische Beschreibung des Mesotendineums zwischen der oberflächlichen Beugesehne und dem Fesselringband sowie die Relevanz anatomischer Formvariationen des Mesotendineums für die Desmotomie des Fesselringbandes

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2023

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In der vorliegenden Arbeit wurde die Breite und Länge der Anheftung des Mesotendineums an der oberflächlichen Beugesehne (OBS) und dem Fesselringband (FRB) bestimmt, um Erkenntnis über etwaige anatomische Formvariationen zu erlangen und somit gegebene Konsequenzen für eine Mittellinien-Desmotomie einschätzen zu können. Es wurden insgesamt 60 Gliedmaßen (30 Vorder- und 30 Hintergliedmaßen) präpariert. An 30 Gliedmaßen wurde eine Mittellinien-Desmotomie durchgeführt und in diesem Zuge die Eröffnung der FBSS untersucht. Anschließend wurde die Anheftung des Mesotendineums an der OBS vermessen. An den anderen 30 Gliedmaßen wurde eine laterale Desmotomie durchgeführt und die Anheftung des Mesotendineums an der OBS und dem FRB vermessen. Retrospektiv konnten 4 verschiedene Typen des Mesotendineums ausgemacht werden, die sich in ihrer Kontinuität und Breite der Anheftung unterschieden. Insgesamt 43 (71.7 %) Gliedmaßen wiesen ein durchgehendes Mesotendineum auf, bei dem die Länge der Anheftung des Mesotendineums an der OBS der Länge des FRBs entsprach. Dazu gehörten Typ 1 und 2. In den Fällen des Typs 1 betrug die Breite des Mesotendineums an keiner Stelle weniger als 4 mm, was als breites Mesotendineum definiert wurde. 30 Gliedmaßen wiesen ein Mesotendineum des Typs 1 auf. Bei Typ 2 wies das Mesotendineum an mindestens einer der gemessenen Stellen eine Breite von weniger als 4 mm auf, was als schmales Mesotendineum definiert wurde. Dies traf in 13 Fällen zu. Insgesamt 17 (28.3 %) der Gliedmaßen wiesen ein diskontinuierliches Mesotendineum auf, bei dem der Ansatz des Mesotendineums an der OBS nicht über die gesamte Länge des FRBs ausgebildet war. Hierzu gehörten Typ 3 und 4. In Fällen des Typs 3 war das Mesotendineum in den proximalen zwei Dritteln ausgebildet und im distalen Drittel, bezogen auf die Länge des FRBs, nicht vorhanden. Dies war bei 11 Gliedmaßen der Fall. In Fällen des Typs 4 wies das Mesotendineum eine Diskontinuität zwischen dem proximalen und dem distalen Drittel, bezogen auf die Länge des FRBs, auf. Dies war bei 6 Gliedmaßen der Fall. Eine Eröffnung der FBSS fand in 50.0 % der Fälle statt und stand mit der Morphologie des Mesotendineums in Zusammenhang. Es konnte festgestellt werden, dass ein diskontinuierliches Mesotendineum im Zuge der Desmotomie zwangsläufig zur Eröffnung der FBSS führte. Bei einem Mesotendineum des Typs 2 wurde eine Eröffnung in 8 von 11 Fällen festgestellt. Eine extrasynoviale Desmotomie war nur in Fällen eines Mesotendineums des Typs 1 und in 3 Fällen des Typs 2 möglich. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es anatomische Formvarianzen des Mesotendineums der OBS gibt aufgrund welcher eine extrasynoviale Desmotomie nicht immer möglich ist.

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