Untersuchungen zur antimikrobiellen Wirksamkeit Gentamicin-beschichteter Implantate zur Reduktion Implantat-assoziierter Infektionen in der Orthopädie und Unfallchirurgie : Eine experimentelle Untersuchung am Kaninchenmodell
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Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Arbeit war die Testung der antimikrobiellen Wirksamkeit von HA-Gentamicin- und HA-RGD-Gentamicin-beschichteten Implantaten im Vergleich zu einer reinen HA-Beschichtung an einem Kanincheninfektionsprophylaxemodell. Der intramedulläre Tibiamarkkanal der Tiere wurde während der K-Draht- Implantation mit Staphylococcus aureus infiziert. Dabei wurde im Rahmen einer Pilotstudie eine Keimmenge von 10^7 KBE des Staphylococcus aureus-Stammes EDCC 5055 als Inokulationsdosis für die Hauptstudie gewählt.In der Hauptstudie zeigten sich nach einer Beobachtungsdauer von 4 Wochen keinerlei Zeichen einer Infektion bei insgesamt 19 getesteten Tieren mit Gentamicin-HA- bzw. Gentamicin-HA-RGD-Implantat, während sich in der Kontrollgruppe mit Gentamicin-freien HA-beschichteten K-Drähten in 88% der Fälle (7 von 8 Tieren) eine Implantat-assoziierte Infektion entwickelte.Somit zeigte sich eine signifikante Reduktion der Infektionsrate bei allen Tieren der Versuchsgruppen mit Gentamicin-beschichteten K-Drähten (p<0,001). Es fand sich eine ausgezeichnete Korrelation der Ergebnisse der klinischen, radiologischen und histologischen Untersuchungen verglichen mit den mikrobiologischen Resultaten. Mittels Durchführung einer Pulsfeld-Gel- Elektrophorese konnte in allen Fällen bei Infektion der inokulierte Staphylococcus aureus EDCC 5055 als Infekt-auslösender Keim nachgewiesen und somit eine Kontamination ausgeschlossen werden.Zusammenfassend wurde für beide Gentamicinbeschichtungen eine hervorragende antimikrobielle Wirksamkeit in dem vorgestellten Infektions- prophylaxemodell nachgewiesen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Biomaterials, 27. 2006 p. 4627-4637
